Geldanlage
Wie Sie Ihr Geld in der Schweiz anlegen

Lange Zeit war die Schweiz für deutsche Anleger ein Finanzparadies. Doch die Anforderungen der Schweizer Banken steigen. Für deutsche Kunden gibt es aber auch Anlage-Alternativen zum Bankkonto.
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ZürichAusländer sind seit jeher die wichtigste Kundengruppe Schweizer Banken. Die Aufregung um unversteuertes Geld von Auslandskunden hat die Banken aber vorsichtiger gemacht. Neukunden aus Deutschland sollten belegen können, dass sie ihr Geld korrekt versteuert haben.

Der wohl einfachste Weg zu einem Konto in der Schweiz führt über Postfinance, der Banktochter der staatlichen Schweizer Post. „Der Kunde muss persönlich in eine unserer Filialen kommen und sich identifizieren“, erklärt ein Postfinance-Sprecher das Prozedere. „Ferner verlangen wir von Auslandskunden eine Erklärung, dass die Gelder korrekt versteuert sind.“

Allerdings bietet Postfinance Deutschen ohne Schweizer Wohnsitz nur noch Zahlungsverkehr- und einfache Sparkonten an. „Seit diesem Jahr bieten wir Ausländern keine Wertpapierdepots mehr an“, sagt der Sprecher. Von bestehenden Depotkunden mit Wohnsitz im Ausland will sich Postfinance trennen, wie es heißt. Der radikale Schritt der staatlichen Posttochter zeigt, wie groß die Angst Schweizer Institute mittlerweile ist, unversteuerte Vermögenswerte untergejubelt zu bekommen. Bleibt das einfache Sparkonto, das sogenannte Deposito-Konto. Das ist zwar kostenlos; Anlagen in Franken bringen aber nur magere 0,5 Prozent Zinsen im Jahr.

Wer ein Wertpapier-Depot eröffnen will, hat es schwerer. Bei der UBS, der größten Schweizer Bank, muss ein deutscher Neukunde mindestens 25 000 Franken (rund 20 800 Euro) anlegen, um ein Depot zu bekommen. In diesem Fall erhebt die Bank aber zusätzlich zur jährlichen Depotgebühr von 0,25 Prozent des Vermögens eine „Crossborder-Gebühr“ von 30 Franken im Monat. Die entfällt, übersteigt die Anlagesumme die Marke von 50 000 Franken. Eine umfassende Wertpapierberatung gibt es in dieser Preisliga aber noch nicht.

Bei der Züricher Kantonalbank (ZKB) sind die Hürden zum Depot noch höher: Sie verlangt von Deutschen ohne Wohnsitz in der Schweiz eine Mindestanlage-Summe von 100 000 Euro. „Der Betrag ist zu überweisen. Es werden keine größeren Bareinzahlungen akzeptiert“, teilte die Bank mit. Wer als deutscher Neukunde ein Depot bei der ZKB eröffnen will, muss persönlich vorsprechen, und zwar in der Hauptstelle der Bank in Zürich. Und bei diesem Vorstellungsgespräch müssen die Deutschen Neukunden versichern, dass sie ihr Geld korrekt versteuert haben.

Beliebt sind in der Schweiz auch Schließfächer – so beliebt, dass sie bei einigen Banken bereits alle belegt sind. Bei der Züricher Kantonalbank gibt es noch Platz im Safe – vorausgesetzt, der Kunde bringt die Mindestanlagesumme von 100 000 Euro mit. Die ZKB bietet nach eigenen Angaben Schließfächer in 37 verschiedenen Größen – die größten Fächer sind sogar begehbar. Das kleinste Standardfach weist eine Abmessung von 25 x 47,5 x 5 Zentimeter (Breite/Tiefe/Höhe) aus. Die Jahresmiete beträgt 75 Franken plus Mehrwertsteuer.

Noch höher ist die Einstiegshürde bei der Privatbank Sarasin. Denn sie verlangt für ein Depot eine Jahresgebühr von 2 000 Franken. Diese hohen Kosten lohnen sich nach Angaben der Bank erst ab einer Anlagesumme von 500 000 Franken.

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  • Habe ich vor einiger Zeit so gemacht; das Geld beim Vermögensverwalter abgezogen und in eine Unternehmung in Schaffhausen investiert. Der Zins ist bescheiden, aber das Geld ist sicher da, keine Abschleicherlisten... und es ist ein Investment, das Arbeitsplätze sicher und das ich auch moralisch gut vertreten kann. Gruss aus München in die Schweiz mit den wankenden Banken...

  • Es gibt durchaus Möglichkeiten, Geld in der Schweiz sicher zu platzieren, ohne dass man auf eine Bank angewiesen ist. Beispielsweise in dem man es einer Schweizer KMU als Darlehen zur Verfügung stellt. Wenn das eine sicher Unternehmung ist und der Inhaber es sogar privat verbürgt, fährt man gut. Einen Spekulationsgewinn kann man nicht erwarten, aber eine langfristigem solide Anlage. Peter Alofs (specialbooks@gmx.ch)

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