Geplante Abspaltung der Outdoor-Sparte erschwert die Bewertung des Konzerns: Billigimporte lasten auf Electrolux

Geplante Abspaltung der Outdoor-Sparte erschwert die Bewertung des Konzerns
Billigimporte lasten auf Electrolux

Die Aktie des schwedischen Haushaltsgeräteherstellers Electrolux hat in den vergangenen Monaten rund ein Drittel an Wert gewonnen. Sorgenfrei ist Vorstandschef Hans Stråberg deswegen aber nicht: Zwar hat sein Unternehmen 2004 ein Plus von 4,4 Mrd. Kronen (484 Mill. Euro) eingefahren, doch das war deutlich weniger als die 5,2 Mrd. Kronen ein Jahr zuvor.

STOCKHOLM. Der Grund für den Gewinnrückgang: Der weltgrößte Hersteller von Haushaltsgeräten kämpft gegen die zunehmende Konkurrenz aus Asien und immer höhere Stahlpreise.

Die Zeiten sind längst vorbei als noch der freundliche Herr von Electrolux an der Tür klingelte und einen Staubsauger feilbot. Nicht nur die Vertriebswege, sondern vor allem die Produktionsbedingungen haben sich seit den 60er-Jahren grundlegend verändert. Damals baute sich Electrolux trotz seines ungewöhnlichen Direkt-Vertriebskonzepts einen Namen als Hersteller hochwertiger Staubsauger auf und mauserte sich nach und nach durch Übernahmen so bekannter Marken wie AEG, Zanussi und Frigodaire zum größten Haushaltsgerätehersteller der Welt.

Heute herrschen auf dem Markt jedoch andere Gesetze. Deshalb will der Konzern weitere 13 bis 14 Werke im teuren Westeuropa, in den USA und in Australien schließen und Staubsauger, Kühlschränke, Herde, Geschirrspüler und Waschmaschinen noch stärker als bisher in Osteuropa, Asien und Mexiko produzieren. Stråberg rechnet mit acht bis zehn Mrd. Kronen, die das Umzugskarussell kosten wird.

Zu den Restrukturierungsmaßnahmen gehört auch die Abkoppelung der Outdoor-Sparte von Electrolux. Dieser sehr rentable Bereich produziert Rasenmäher, Motorsägen und Arbeitsbekleidung. Wie der Spin-off genau durchgeführt werden soll, ist noch nicht klar, man darf aber annehmen, dass die Sparte an die Börse gebracht und an die Electrolux-Aktionäre verteilt wird.

„Das ist die erste Wahl. Nur wenn man einen Käufer finden würde, der einen richtig hohen Preis zahlt, ist auch ein Verkauf der Sparte nicht ausgeschlossen“, sagt Anders Bruzelius, Analyst bei Swedbank Markets in Stockholm. An der Börse reagierte die Electrolux-Aktie auf die Ankündigung des Spin-off zunächst einmal mit einem Freudentanz um 13 Prozent. Doch ist die Abspaltung der Sparte für die Aktionäre des Konzerns tatsächlich ein Grund zum Jubeln?

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