Global Wealth Report
In Asien gibt es immer mehr Millionäre

Um gut zwölf Prozent ist der weltweite Anteil der Dollarmillionäre 2010 gestiegen - mittlerweile gehören ihnen 39 Prozent des weltweiten Vermögens. Das zurückhaltende Horten ist vorbei, es wird wieder mutig investiert.
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New YorkDie Finanzkrise ist endgültig vorbei - zumindest aus Sicht des wohlhabenden Teils der Weltbevölkerung. Die Zahl der Dollar-Millionäre stieg rund um den Globus im vergangenen Jahr um gut zwölf Prozent auf 12,5 Millionen. Das geht aus dem gestern vorgelegten jährlichen Global Wealth Report der Unternehmensberatung Boston Consulting hervor.

Während der Anteil der Millionäre an der Weltbevölkerung mit 0,9 Prozent unverändert geblieben sei, kontrollierten sie mit 39 Prozent einen immer größeren Teil des global verfügbaren Vermögens. Seit dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 ist das ein Plus von drei Prozentpunkten.

Die Sparer werden weltweit risikobereiter

Insgesamt ist die Summe des Ersparten, das weltweit bei Vermögensverwaltern angelegt ist, im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 121,8 Billionen Dollar und damit auf einen neuen Rekordwert gestiegen. "Die Branche hat die enormen Schwierigkeiten aus den vergangenen Jahren überwunden, und die nachhaltige Erholung des Weltvermögens ist ein gutes Omen für deren Zukunft", sagte Monish Kumar, Berater und Ko-Autor der Studie.

Der gewachsene Reichtum auf den Konten der Vermögensverwalter hat jedoch auch rein zyklische Gründe. Der Studie zufolge geht gut die Hälfte des Zuwachses auf die gestiegenen Kurse an den Weltbörsen zurück. Der Rest erkläre sich daraus, dass die Menschen in der Krise Geld gehortet und nicht angelegt hätten.

2010 seien die Menschen weltweit wieder mutiger geworden und hätten begonnen, einen Teil dieser Ersparnisse anzulegen. "Anders als im ersten Jahr der Krise beginnen die Fondsmanager nun auch von der Erholung der Vermögen zu profitieren", sagte Mitautor Peter Damisch.

Angeführt wird die Geldrangliste mit großem Abstand von den USA mit 5,2 Millionen Millionärshaushalten. Deutschland folgt mit 400.000 Millionären auf Platz fünf hinter Japan, China und Großbritannien.

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