Gross sieht Ertragschancen
Pimco setzt auf Schwellenländer

Der Aufschwung der Schwellenländer geht auch an Fondsverwaltern nicht spurlos vorüber: Pimco-Verwalter Bill Gross sieht in diesen Staaten große Chancen in Anleihen und Währungen. Eine Rolle spielt dabei auch der weiterhin schwache Dollar.

Bloomberg NEW YORK. Schwellenländeranleihen in lokaler Währung verheißen nach Ansicht von Fondsverwalter Bill Gross in diesem Jahr die höchsten Erträge. Gross, der bei der Allianz-Fondsgesellschaft Pacific Investment Management Co. (Pimco) den weltgrößten Anleihefonds verwaltet, erwartet verstärkte Mittelzuflüsse aus dem Ausland, da in vielen Schwellenländern die Konjunktur anziehe. Steigende Preise für Rohstoffe haben das Wirtschaftswachstum von Ländern wie Brasilien und Russland angekurbelt. Auch Schwellenländer-Währungen hält Gross für attraktiv, weil das rückläufige Wirtschaftswachstum in den USA den Dollar weiter belasten werde.

„Die besten Chancen liegen noch immer in festverzinslichen Papieren in lokaler Währung, auf die sich der Markt bislang noch nicht konzentriert, und in relativ liquiden Schwellenländerwährungen“, schreibt Gross, verantwortlich für die Kapitalanlagen bei Pimco, auf der Internetseite der Fondsgesellschaft. „Damit können Anleiheinvestoren vom Wachstum in diesen Staaten profitieren.“ Brasilianische Anleihen, die in der Landeswährung Real aufgelegt wurden, etwa brachten in diesem Jahr bislang einen Ertrag von 26 Prozent, zeigen Daten von JPMorgan Chase & Co. Sie haben damit die beste Entwicklung unter den Emerging Markets-Anleihen. Der Real, dessen Wert zum US-Dollar in den vergangenen 48 Monaten um die Hälfte zugelegt hat, überwand am Dienstag erstmals seit sechs Jahren die Marke von 2 Real je Dollar. Gross will mit Investitionen in Ländern wie Brasilien, Russland, Indien und China den Ertrag seines Total Return Fund steigern. Dieser brachte 2006 einen Ertrag von vier Prozent.

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