Große Hoffnungen auf den deutschen Markt
Auch die Übernahme eines Dax-Unternehmens ist denkbar

Die führenden internationalen Private-Equity-Häuser setzen im laufenden Jahr große Hoffnungen auf den deutschen Markt. Insbesondere die Industriekonzerne hätten auch 2004 noch erheblichen Restrukturierungsbedarf und würden zahlreiche Randgebiete zum Verkauf stellen. Das machten die Deutschlandchefs der Beteiligungsgesellschaften Apax, Bridgepoint, Candover, Cinven und CVC in einem „Frankfurter Gespräch“ des Handelsblatts zum Thema Private Equity deutlich.

Handelsblatt: Das vergangene Jahr stand bei anderen noch im Zeichen der Krisenbewältigung. Sie als Finanzinvestoren konnten dagegen nicht klagen, oder?

Burger-Calderon: 2003 war in der Tat überraschenderweise besser, als die meisten von uns erwartet hatten, sowohl was neue Investments als auch die Verkäufe von Beteiligungen aus unseren Portfolios anging.

Lenoir: Ich muss mich da ein wenig von meinen Kollegen distanzieren. Wir sind ein Haus, das sich auf den Mittelstand, also auf kleinere Deals konzentriert. Für uns war 2003 aber kein besonders gutes Jahr.

Gangsted: Aber für die größeren Buyouts, also den Herauskauf von Konzernteilen, war 2003 durchaus das bisher beste Jahr. Normalerweise hat Deutschland einen Marktanteil von 10 bis 15 % in Europa. Im letzten Jahr lagen wir bei den abgeschlossenen Transaktionen bei etwa 25 %.

Handelsblatt: Können Sie dieses Tempo bei den Beteiligungen 2004 beibehalten?

Gangsted: Es wäre schön. Aber es ist schwer, das vorauszusagen, schließlich betreiben wir kein Massengeschäft.

Koltes: Für uns gibt es im deutsch-sprachigen Raum pro Jahr vielleicht vier bis fünf Deals, die für uns in Betracht kommen. Ich würde sagen, die Hälfte der Transaktionen, die 2004 kommen werden, kennen wir heute bereits. Die andere Hälfte wird zwar 2004 angekündigt, aber wahrscheinlich erst 2005 abgeschlossen sein. Aber es sind schon gute Zeiten für das Geschäft mit Buyouts. Die Zinssätze sind niedrig und es gibt bei vielen Konzernen immer noch die Notwendigkeit, zu restrukturieren.

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