Großteil der Ausschüttungen stammt von Dax-Konzernen
Konzerne zahlen Rekorddividende

Die deutschen Unternehmen haben in diesem Jahr mit 35,3 Mrd. Euro zwar so viel Dividende an ihre Aktionäre gezahlt wie noch nie zuvor, bleiben damit aber noch immer unter dem europäischen Durchschnitt. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in einer Untersuchung unter 1 023 deutschen Aktiengesellschaften.

FRANKFURT. Demnach lag die durchschnittliche Ausschüttungsquote bei 0,47 Euro pro Aktie im Nennwert von einem Euro. Damit hat sich diese Zahl um zehn Cent im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Im europäischen Vergleich hinkt der deutsche Aktienmarkt allerdings noch immer hinterher. Dort liegt die Ausschüttungsquote im Schnitt bei 50 Cent. „Es ist wohl eine kulturelle Frage, dass in anderen Länder die Aktionäre einen größeren Einfluss auf die Dividende nehmen“, sagt DSW-Vorsitzender Ulrich Hocker.

Trotz der Rekordausschüttung gilt es für die Aktionäre gleich mehrere Wermutstropfen zu schlucken. So schütteten stattliche 60 Prozent der insgesamt 1 023 Unternehmen überhaupt keine Dividende aus. „Früher lag diese Zahl bei einem Viertel, schlechtestenfalls bei einem Drittel“, sagt Herbert Hansen, der die Studie für die DSW erstellt hat. Grund für den immensen Anstieg dieser Zahl ist seiner Ansicht nach, dass seit dem Jahrtausendwechsel sehr viele Unternehmen an die Börse gegangen sind, denen die dafür nötige Reife fehlt.

Der Großteil der Rekorddividende stammt demnach von den 30 Dax-Werten. Von der Summe von 35,3 Mrd. Euro stammen 27,9 Mrd. Euro von ihnen. Außer Tui und Infineon haben alle Unternehmen im Leitindex Dividenden ausgeschüttet.

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