Haushaltstreit
Furcht vor nahendem US-Zahlungsausfall wächst

Der Haushaltsstreit in den USA ist nach wie vor ungelöst. Bei Anlegern wächst die Furcht vor einer baldigen Zahlungsunfähigkeit der USA. Das treibt die Preise von Kreditausfall-Versicherungen mit kurzen Laufzeiten.
  • 1

FrankfurtWegen des noch ungelösten Haushaltsstreits wächst bei Anlegern die Furcht vor einer baldigen Zahlungsunfähigkeit der USA. Aus diesem Grund kosteten Kreditausfall-Versicherungen mit kürzeren Laufzeiten mehr als solche mit längeren. Üblicherweise ist es umgekehrt, weil bei längeren Laufzeiten das Risiko unvorhergesehener Ereignisse größer ist.

Eine zwölf Monate laufende Versicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets von US-Anleihen kostete 35.000 Dollar, teilte der Datenanbieter Markit am Mittwoch mit. Bei Credit Default Swaps (CDS) mit einer Laufzeit von fünf Jahren lägen die Kosten aber lediglich bei 31.000 Dollar pro Jahr.

Zuletzt war diese sogenannte Inversion im Juli 2011 zu beobachten. Auch damals stritten Republikaner und Demokraten im US-Kongress heftig über den Haushalt und die Anhebung der gesetzlichen Schuldenobergrenze. Es sei zwar unwahrscheinlich, dass die Schuldengrenze nicht angehoben und die USA zahlungsunfähig würden, sagte Markit-Chefanalyst Gavan Nolan. „Das Risiko besteht allerdings.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Haushaltstreit: Furcht vor nahendem US-Zahlungsausfall wächst "

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die Republikaner-Millionäre sind auch direkt und indirekt in Staatsanleihen engagiert. Spätestens, wenn das Vermögen von Republikanern schlechter bewertet wird, knicken sie ein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%