Hedge-Funds unterliegen geringen Beschränkungen – Oft erzielen ihre Manager gerade deshalb gute Resultate
Superhirne der Börse sorgen für Furore

So ändern sich die Zeiten. Noch bis vor wenigen Jahren war das Erscheinungsbild der Hedge-Funds in Deutschland vor allem durch negative Schlagzeilen geprägt. Die Manager dieser Investment-Idee wurden von ihren Kritikern als Kapitalvernichter, als Auslöser einer Baisse und als Zerstörer des Finanzmarkt-Friedens verunglimpft. Doch dies ist Vergangenheit.

FRANKFURT/M. Heute sind Hedge-Funds Hoffnungsträger vieler Anleger, wenn nicht gar eines ganzen Finanzplatzes. Was sich in der Zwischenzeit gewandelt hat, ist jedoch nicht etwa die Arbeitsweise der Hedge-Funds, sondern vielmehr das in der Öffentlichkeit aufgebaute Wissen um die Funktionsweise dieser Liquiditätspools. Der größte Stimmungswandel über diesen noch jungen Zweig der Finanzbranche vollzog sich in Berlin. Dort im Bundesfinanzministerium, wo einzelne von Hedge- Funds angewandte Techniken noch vor etwas mehr als einem Jahr verboten werden sollten, wurde innerhalb einer für Politiker recht kurzen Zeit in die richtige Richtung gedacht. Das neue Investmentmodernisierungsgesetz belegt diesen erstaunlichen Wandel.

Inzwischen ist in diesem Zusammenhang auch die Sensations-Berichterstattung in Bezug auf Hedge-Funds längst Geschichte. Jetzt werden diese Liquiditätspools auf einigen Seiten quasi als Heilsbringer gesehen. Doch so wie sie in der Vergangenheit kein böses Übel darstellten, so sind sie auch kein Allheilmittel.

Wenn Hedge-Funds in der Vergangenheit negativ in den Schlagzeilen standen, dann handelte es sich dabei meist um jene Kapitalsammelstellen, die sich der Strategie Global Macro verschrieben hatten (siehe dazu auch das Interview). Denn mit dieser „grenzenlosen, liberalen und weltumspannenden“ Strategie können Kurse, Märkte und sogar ganze Volkswirtschaften bewegt werden. So zwang der wohl bekannteste Hedge-Funds-Manager George Soros im Herbst des Jahres 1992 das britische Pfund Sterling zum Ausscheren aus dem Europäischen Währungssystem. Soros, der inzwischen fast nur noch als globaler ökonomischer und politischer Ratgeber und Vordenker aktiv ist, hatte in seinen Funds diese Global-Macro-Strategien umgesetzt. Er nutzte seinerzeit Finanzderivate, um den Kurs der britischen Valuta stark unter Druck zu bringen. Mit Derivaten kann mit geringem Einsatz ein Mehrfaches des eigentlichen Nominalwertes einer Kapitalanlage kontrolliert und bewegt werden. In diesem Zusammenhang sprechen Fachleute von der Hebelwirkung der Derivate.

Seite 1:

Superhirne der Börse sorgen für Furore

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%