Hohe Börsenkurse kein Hindernis
Manager kaufen weiter zu

Deutschlands Top-Manager bleiben trotz eines Dax in Rekordhöhe weiter in Kauflaune. Am Aktienmarkt wird es ihrer Meinung nach auch in den nächsten drei Monaten weiter nach oben gehen. Das Insider-Barometer des Handelsblatts ist noch einmal leicht gestiegen.

FRANKFURT. Das Insider-Barometer, das das Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen alle zwei Wochen in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking exklusiv für das Handelsblatt berechnet, ist seit dem letzten Mal sogar noch einmal leicht gestiegen und zeigt nun mit 110 Punkten ein klares Kaufsignal. So zuversichtlich waren die Top-Manager aus den 160 Unternehmen des Dax, MDax, TecDax und SDax zuletzt im vergangenen Herbst.

Allerdings sollte diese Zahl nicht überbewertet werden, warnt Olaf Stotz von der Fifam. „Die Intensität von Käufen und Verkäufen hat wegen der Urlaubszeit zuletzt stark nachgelassen“, sagt er. Positiv sind für den weiteren Jahresverlauf auch die Experten der Banken gestimmt. „Aktien bleiben weiter attraktiv“, sagt Wolfgang Sawatzki, Leiter der Aktienanalyse beim Bankhaus Sal. Oppenheim.

Obwohl Unternehmensinsider und Aktienstrategen völlig unterschiedliche Ansätze für ihre Einschätzungen haben – die einen stützen diese auf einen sehr intensiven Blick auf die Lage des eigenen Unternehmens, die anderen beziehen einen Mix aus Konjunktur, Finanzzahlen, Währungen und geopolitischen Risiken ein, gelangen sie zu einem ähnlichen Ergebnis: Für das laufende Jahr sind die Chancen am Aktienmarkt weiterhin gut; erst im kommenden Jahr könnte der Zyklus kontinuierlich steigender Kurse allmählich zu Ende gehen.

Auf Käuferseite gab es in den letzten zwei Wochen vor allem einen interessanten Deal: Harald Christ, der scheidende Chef des Hamburger Spezialfonds-Anbieters HCI, hat wenige Tage nach seiner überraschenden Abschiedsankündigung noch einmal für fast 800 000 Euro Aktien gekauft. An der Börse wurde dies als Zeichen interpretiert, dass Christ durch seinen Weggang kein falsches Zeichen für die Aktie setzen will, sondern auch ohne sei Zutun an den Erfolg des Unternehmens glaubt. Analysten sind der gleichen Meinung. Die Commerzbank-Experten haben ihre Einschätzung anschließend von „verkaufen“ auf „halten“ nach oben gestuft. Christ sei einer der Hauptgegner der Übernahme durch Mehrheitsaktionär MPC gewesen. „Auf Grund seines Weggangs könnte eine vollständige Übernahme durch MPC wahrscheinlicher werden“, hieß es.

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