Hoher Ölpreis stärkt Interesse an alternativen Energien
Anleger wollen mehr Licht und weniger Wind

Der starke Anstieg des Ölpreises rückt an der Börse die erneuerbaren Energien wieder stärker in den Fokus. Doch anders als in früheren Jahren lassen die Anleger die gebeutelte Windkraftbranche links liegen und setzen auf die Hersteller von Solaranlagen. Deren Aktienkurse haben sich sei Beginn des Jahres verdrei- bis verfünffacht.

DÜSSELDORF. Nach Ansicht der Landesbank Rheinland- Pfalz (LRP) stehen die erneuerbaren Energien erst am Anfang einer „rasanten Entwicklung“. Die jüngsten Höchststände beim Öl und die Abhängigkeit von diesem einen Energieträger hätten die energiepolitische Debatte weltweit angeheizt, sagt LRP-Analyst Christian Schindler. Hier zu Lande läuft dabei die Sonne derzeit dem Wind den Rang als beliebteste alternative Energiequelle ab. So verbesserte die Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) im August die Fördersätze für Solarstrom deutlich. Je nach Standort erhöhen sich die Einspeisevergütungen um fünf bis 44 Prozent. Gleichzeitig sanken die Zuschüsse für Windstrom.

Der Sonne entgegen strebt insbesondere die Aktie von Solarworld. Deren Kurs stieg seit Jahresbeginn von zehn auf über 50 Euro. Experten empfehlen das Bonner Unternehmen, weil es die gesamte Herstellungskette – von den Silizium-Wafern über die Solarzelle bis hin zu den Solarstrommodulen – abdeckt. Zudem ist Solarworld stark exportorientiert, was angesichts der Tatsache, dass Deutschland kein Sonnenland ist, entscheidend ist.

Die ersten neun Monate schloss Solarworld mit einem Rekordergebnis ab. Nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum verzeichnete der Konzern einen operativen Gewinn vor Steuern von rund 20 Mill. Euro. Die Zahlen übertrafen die positiven Erwartungen vieler Analysten noch. Hartmut Moers von Sal. Oppenheim rät daher mit einem Kursziel von 55 Euro weiter zum Kauf der Solarworld-Aktie.

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