Hyatt, GM, Shell
Aktien, die Hedgefonds-Manager lieben

Hedgefonds sind für ihre Wetten berüchtigt. Doch sie wetten nicht nur auf den Niedergang von Aktien, sondern auch auf deren Aufstieg. Welche Anteilsscheine die illustren Investoren empfehlen.
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New YorkHedgefonds machen oft von sich reden, weil sie gegen bestimmte Aktien wetten, auf deren Kursverfall setzten und die jeweiligen Unternehmen schlecht machen. Ihre Manager haben aber umgekehrt manchmal auch Lieblinge – Papiere, die sie höher einschätzen, als der breite Markt es tut. Auf der hochklassigen Sohn Investment Conference gaben sie Empfehlungen.

Richard Deitz, Gründer und Chef von VR Capital, setzt auf Griechenland, vor allem auf die vier großen Kreditinstitute: Alpha Bank, Eurobank, National Bank of Greece und Piraeus Bank. „Die haben zusammen einen Marktanteil von 90 Prozent“, sagt er. Seiner Meinung nach sind sie nach der Rettungsaktion im vergangenen Jahr völlig überkapitalisiert, die entsprechenden Stress-Test seien damals „sehr konservativ“ ausgefallen. Er glaubt, dass sie in rund drei Jahren beginnen werden, einen Teil des Kapitals an die Aktionäre zurückzuzahlen. Von den laufenden Verhandlungen mit der EU erhofft er sich zudem, dass die griechischen Banken künftig wieder Anleihen ihres eigenen Staates bei der Europäischen Zentralbank (EZB) hinterlegen und dafür von ihr günstige Kredite bekommen können. Außerdem rechnet er damit, dass es auch für Staatsanleihen, die sich im öffentlichen Besitz befinden, zum Beispiel bei der EZB, günstigere Konditionen geben wird. Allerdings dürfte gerade dieser Punkt aus juristischen und politischen Gründen schwierig sein, was von angelsächsischen Experten manchmal unterschätzt wird.

Deitz ist mit seinem Fonds auf die Ausnutzung von Krisen spezialisiert. Er steht mit seiner Meinung zu Griechenland nicht allein. Morgan Stanley hat zeitgleich eine Studie veröffentlicht, nach der ein Kurssprung der griechischen Bankaktien bis zu 90 Prozent möglich ist, wenn Athen zu einem günstigen Kompromiss mit der EU kommt.

Ein großes Thema gleich für mehrere Hedgefonds ist der Ölpreis. David D’Alessandro glaubt, dass er sich noch weiter erholen wird, über die Marke von 50 Dollar hinaus. Seiner Meinung wird China weiter ein starker Käufer bleiben und Indien noch mehr als in der Vergangenheit verbrauchen. Der Chef und Gründer des auf Rohstoffe spezialisierten Hedgefonds CMDTY Capital Management befürchtet auch nicht, dass mit einem Anstieg des Preises die US-Unternehmen gleich wieder die Produktion ausdehnen. „Allein in Texas haben rund 200.000 Leute die Branche verlassen“, sagt er, „die sind heute zum Teil ganz woanders beschäftigt.“ Außerdem werden viele Unternehmen höhere Mittelzuflüsse eher zum Abbau ihrer Verschuldung als zu neuen Investitionen nutzen.

Nick Tiller, Gründer von Prerocity Capital, sieht ebenfalls stabile Ölpreise voraus. Davon wird seiner Einschätzung nach besonders Shell profitieren. Das Unternehmen ist im Vergleich zu Exxon unterbewertet und hat bessere Chancen zu wachsen, sagt er. Wegen eines hohen Anteils an Erdgas steht es zudem in Zusammenhang mit dem Klimawandel weniger unter Druck.

Zacharias Schreiber, Chef von Point-State Capital, sieht dagegen nur auf kurze Sicht eine Erholung des Ölpreises, danach eine flaue Entwicklung voraus. Seiner Meinung wird darunter vor allem Saudi-Arabien leiden. Das Land brauche einen Ölpreis von rund 90 Dollar, um seinen Staatshaushalt stabil zu halten, argumentiert er. Der saudische Riyal ist, anders als etwa der russische Rubeln, trotz des niedrigen Ölpreises bisher nicht gefallen, weil er an den Dollar gekoppelt ist. Schreiber glaubt, dass das nicht mehr lange hält und rät, auf einen Verfall des Riyal gegenüber dem Dollar zu wetten.

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  • Das Wort 'hedgen' heißt bekanntlich 'absichern', d.h ein Hedgefondsmanager geht long in Gold, wenn er einen Bankensektor shortet.. Er geht long in ÖL, um seine Shortpositionen der Ölaktien abzusichern usw., usw.. Natürlich kann er das ganze auch umdrehen. Was er aber wirklich gut kann, sind Gerüchte streuen. Denn er weiß ganz genau, ein Dummkopf steht jeden Morgen auf. Warum wohl kommen die meisten Gerüchte aus Übersee oder von der Insel ?
    Eine gute Börsenweissheit ist: Hör nicht auf andere und Handel nach festen Regeln.

    Charly

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Stimmt, diese Big_Boys haben das Geld, um den Markt gezielt zu manipulieren. Mit normalen Marktgeschehen hat das wenig zu tun, sondern fast nur damit, wie man andere täuscht, austrixt und --betrügt--.

    Auch eine Wasserstoffbombe erfordert: " Engagement eine höchst anspruchsvolle und ausgeklügelte Strategie", trotzdem war Teller ein Wahnsinniger, der nicht wußte, wann es genug ist.

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