Immaterielle Vermögenswerte
Geistiges Eigentum handeln

In der heutigen Wissensgesellschaft sind immaterielle Werte ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Immer mehr Finanzhäuser entdecken die immateriellen Vermögenswerte. So können auch Anleger vom reichlichen Wissensschatz der Tüftler und Erfinder profitieren.

NEW YORK. Geistiges Eigentum wird von den Finanzmarktakteuren immer stärker als handelbarer Vermögenswert entdeckt. Bereits heute gibt es viele Möglichkeiten, in geistiges Eigentum zu investieren, das durch Patente geschützt wird. Institutionelle und private Anleger profitieren so von dem reichlichen Wissensschatz der Tüftler und Erfinder. Experten glauben, dass die Zahl der Finanzprodukte stark steigen wird.

In der heutigen Wissensgesellschaft sind immaterielle Werte wie Geist und Wissen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Denn solche immateriellen Güter wie Patent-, Marken- oder Urheberrechte können den Wert gerade von technologie- und forschungsintensiven Unternehmen in modernen Volkswirtschaften erheblich steigern. Die Experten der Deutschen Bank glauben, dass bereits im Jahr 2010 mehr als 500 Mrd. US-Dollar für Patentlizenzen gezahlt werden dürften.

Finanzinvestoren, die sich neue Renditequellen erschließen wollen, bietet sich hier ein sehr attraktives Betätigungsfeld. Bis vor kurzem war der Ankauf und die Lizenzierung von Patenten weitgehend Unternehmen und institutionellen Investoren vorbehalten. Jetzt erschließt sich der Markt immer stärker für private Anleger. Im Kern geht es stets darum, dass Finanzhäuser oder Patentfirmen verwertbare Patente entweder bei Unternehmen oder direkt bei Erfindern aufspüren, identifizieren und hinsichtlich ihres ökonomischen Verwertungspotenzials überprüfen. So werden von Unternehmen oder Erfindern verwertbare Patente gegen Einforderung einer Lizenzgebühr an Patentgesellschaften verkauft.

Eine weitere Möglichkeit besteht auch darin, dass Erfinder gemeinsam mit Geldgebern Firmen gründen. Der Gewinn für den Investor, der sich an Patentfirmen oder Patentfonds beteiligt, liegt unter anderem im späteren Verkauf oder dem Börsengang des neu gegründeten Unternehmens. Zudem hat es in den vergangenen Monaten weltweit immer mehr Auktionen gegeben, bei denen Patente unter den Hammer kamen. Finanzhäuser wie die Deutsche Bank und Credit Suisse bieten ihrer Klientel entweder direkte Beteiligungsmöglichkeiten oder geschlossene Fonds an Patent-Portfolios. Andere Anbieter, etwa die Vevis GmbH in Berlin oder Patentpool in München, nutzen das Finanzinstrumentarium des Genussscheins oder des Private-Equity-Trusts.

Die Vevis GmbH hat nach der Schließung ihres ersten Alpha Patentfonds mit einem Volumen von 32,7 Mill. Euro in diesen Tagen einen zweiten Fonds dieser Art ins Leben gerufen. Das Volumen im Patenthandel wachse jährlich mit zweistelligen Raten, so dass man die Chancen als Intermediär zwischen Patentinhaber und Patenterwerber nutzen wolle, sagt Vevis-Geschäftsführer H. Jürgen Schünemann.

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