Immobilien entdeckt Hedgefonds steigen bei Hypotheken-Bonds aus

Hedgefonds haben in den vergangenen Jahren mit notleidenden Hypotheken-Verbindlichkeiten zweistellige Renditen erzielt. Doch nun fahren sie ihre Wetten zurück und investieren auch in Einfamilienhäuser.
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Im Zuge der Finanzkrise mussten viele Amerikaner ihre Häuser verkaufen - und die Banken veräußerten ihre Hypotheken-Verbindlichkeiten an Hedgefonds. Quelle: dpa
US-Immobilien- und Hypothekenkrise

Im Zuge der Finanzkrise mussten viele Amerikaner ihre Häuser verkaufen - und die Banken veräußerten ihre Hypotheken-Verbindlichkeiten an Hedgefonds.

(Foto: dpa)

Nach dem Platzen der Immobilienblase im Jahr 2008 waren die Hedgefonds mit dem Kauf notleidender Hypotheken-Verbindlichkeiten Risiken eingegangen. Die Papiere bescherten ihnen in der Folge recht robuste Erträge. Canyon Partners beispielsweise verdiente mit Wertpapieren ohne staatliche Absicherung in dem Jahrzehnt vor und nach der Finanzkrise unterm Strich rund sieben Milliarden Dollar (6,2 Milliarden Euro). Jetzt sehen Hedgefonds jedoch sinkende Chancen auf dem Markt, da mehr Investoren aktiv werden und die Emissionen schrumpfen. Beides führt zu höheren Preisen bei Papieren ohne staatliche Absicherung.

„Die Spreads sind in den vergangenen paar Jahren enger geworden“, sagt Colin Teichholtz, Co-Chef für Festverzinslichen-Handel bei Pine River, in einem Interview mit Bloomberg News. Seine Firma verwaltet 15,5 Milliarden Dollar. „Es hat sich weg von einer großartigen Möglichkeit hin zu einer nur mittelmäßigen Möglichkeit entwickelt.“ Die Erträge von Hedgefonds, die forderungsbesicherte Wertpapiere kaufen, darunter oft Hypotheken-Verbindlichkeiten, lagen vergangenes Jahr im Durchschnitt bei 10,2 Prozent, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht. Im Jahr 2013 waren es noch 13 Prozent gewesen.

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Laut Teichholtz hat Pine River das Engagement bei mit Hypotheken unterlegten Wertpapieren ohne staatliche Absicherung - darunter auch Subprime - von mehr als 40 Prozent im Jahr 2011 auf inzwischen unter zehn Prozent gesenkt. Seine Firma hatte die Papiere erstmals nach dem Einbruch des Häusermarkts zu niedrigen Preisen erworben - und dann erneut 2011 und 2012, als die Banken unter regulatorischen Druck gerieten, ihre eigenen Bestände in diesem Bereich zu reduzieren.

„Unsere Einstellung war, dass diese Billigkeit nicht für immer und ewig anhalten kann“, sagt Teichholtz. Seine Firma investiert weiterhin in Papiere, die über eine staatliche Absicherung verfügen.

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