In der vorläufigen Jahresbilanz von Investmentfonds führen Aktienprodukte das Ranking an
Osteuropas Börsen machen das Rennen

Die Trends an den bisher lukrativen Aktienbörsen bleiben intakt. Davon sind zumindest erfolgreiche Fondsmanager überzeugt.

FRANKFURT/M. In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres spielten Portfolios für osteuropäische Aktien, japanische Nebenwerte und lateinamerikanische Titel das meiste Geld in die Kassen der Anleger. In den Anleihesegmenten konnten die Investoren nur bei Eingehen höherer Emittentenrisiken beachtliche – teilweise sogar zweistellige – Renditen erzielen.

Jetzt stehen die Börsianer bei ihren weiteren Anlageentscheidungen vor einer schwierigen Aufgabe. Im Aktienbereich erwarten einige Fondsverwalter keine großen Sprünge mehr – zumindest nicht an den etablierten Börsen der Industrieländer. Die Skeptiker verweisen unter anderem auf die Gefahr einer anstehenden Zins- und Renditewende nach oben, was Gift für die Unternehmensgewinne wäre. Außerdem machen sie für den Fall eines Abbrechens der Konsumkonjunktur insbesondere in den USA zusätzliche Risiken aus. Zu guter Letzt würde eine Zinswende die Attraktivität von Anleiheinvestments auf dem ohnehin niedrigem Renditeniveau noch zusätzlich beschneiden.

Die vorliegende Abrechnung für Investmentfonds auf Basis der ersten drei Quartale gibt einen Vorgeschmack auf die zunehmend schwierigeren Kapitalmarktverhältnisse: In den meisten Fondsgruppen fielen im Schnitt nur Wertgewinne im einstelligen Prozentbereich an. Die Tabelle des Analysehauses Feri Trust berücksichtigt fast 6 000 hier zu Lande angebotene Portfolios. Parallel zur Gesamtschau startet das Handelsblatt heute im Rahmen seiner täglichen Performanceberichte im Handelsblatt die Einzelanalyse der Fondsgruppen für die Abrechnung per Ende September, beginnend mit den Portfolios für Technologieaktien.

In der vorläufigen Jahresbilanz liegen osteuropäische Aktienfonds mit einem durchschnittlichen Plus von knapp 24 Prozent vorne. Klassenbester ist der Central Europe Stock Fund von der Investment- sparte des schweizerischen Bankhauses Julius Bär. Für das Produkt, das Stefan Böttcher von der britischen Firma Charlemagne Capital im Auftrag von Bär verwaltet, stehen gut 32 Prozent zu Buche. Jean-Pierre Gerber, Produktspezialist Aktien bei Julius Bär Asset Management in Zürich, ist auch für die Zukunft zuversichtlich. Er vertraut insbesondere auf Russland, wo der Fonds fast die Hälfte seiner Gelder investiert hat. „Putin will die Wirtschaft voranbringen, die Staatsverschuldung sinkt, die Privatisierungstendenzen sind unübersehbar und die Telekombranche entwickelt sich sehr positiv“, begründet Gerber.

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