Index nimmt das Dezemberhoch ins Visier
Technische Analysten sind vom Dax begeistert

Begeisterung zeigen technische Analysten im Hinblick auf den Chart des Dax. Zumindest kurzfristig dürfte es weiter aufwärts gehen, heißt es unisono. „Einfach klasse“, kommentiert Marcel Mußler von den Mußler-Briefen die jüngste Kursentwicklung bei den deutschen Standardwerten.

vwd FRANKFURT. Etwas zurückhaltener ist zwar Klaus Tafferner, technischer Analyst bei Concord Effekten, aber auch er sieht zunächst steigende Kurse im Dax. Derzeit sei ein Angriff auf das Hoch vom vergangenen Dezember bei 3.475 Punkten zu beobachten, konstatiert er.

Vorher müsse der Leitindex jedoch den Fibonacci-Widerstand bei 3 464 Zählern überwinden, der sich aus der Abwärtsbewegung seit März 2002 ergebe. Sollte das Dezemberhoch geknackt werden, sei ein Test der Marke bei 3 500 Punkten möglich. Kurse darüber sind laut Tafferner zwar vorstellbar, allerdings nur kurzzeitig. Eine erneute Schwäche sollte sich aber in Grenzen halten, der Dax sei nach unten bei 3 270 Zählern gut abgesichert.

Nachdem der deutsche Leitindex am Montag die Widerstandszone zwischen 3 263 und 3 324 Punkten überschritten hat, sieht Hans-Peter Reichhuber von der Bayerischen Landesbank Luft nach oben bis 3 455/3.480 Stellen. Kurzfristig sei nun ein charttechnisches Kaufsignal zu sehen, dabei sollten die positiven Vorgaben aus den USA dem Dax helfen, so der Analyst. Reichhuber zufolge befindet sich der Index in einem mittelfristig intakten Aufwärtstrend. Auf langfristige Sicht ist er jedoch skeptisch. Nach dem schnellen Anstieg um 50 Prozent sei noch immer eine Gegenbewegung zu erwarten.

Ein neues Kaufsignal sieht auch Heinz Stork, technischer Analyst der Nols AG. Als nächste Zielmarken nennt er 3 443 und 3 476 Punkte. Wichtig sei aber zunächst, dass die Kurse nachhaltig über 3 324 Zählern blieben. Bei einem Rückfall unter das alte Jahreshoch könne sich der Ausbruch als Fehlsignal erweisen und ein Abrutschen auf 3 271 Stellen nach sich ziehen, gibt Stork zu bedenken. Allerdings scheine der Ausbruch zunächst gelungen, was auch die relativ hohen Umsätze am Montag bestätigten. Die Tages-Oszillatoren befänden sich am Beginn der Überkauftzone, so dass sie noch etwas Aufwärtspotenzial zuließen. Die nächsten Widerstände sieht er bei 3 360 und 3 400 Punkten.

Marcel Mußler rät den Marktakteuren, sich „einfach mal zurückzulehnen“. Der Dax habe seine Pflicht erfüllt und ein neues Jahreshoch über 3 324 Punkten erreicht. Es gebe nun keinen wirklichen Grund, sich Sorgen zu machen. Auch nicht vor einem Rebreak-Versuch unter 3 324 Stellen. Mußler sieht eine dynamische Welle-3. Eine nächste Konsolidierung werde daher wahrscheinlich harmlos und trendbestätigend ausfallen. Mindestens ein weiteres High sei dann noch zu erwarten. Über dem Trendkanal bei 3.390 Zählern sei der Weg frei zum langfristigen Widerstand bei 3 477 Punkten.

Bei den Einzelwerten stechen in dieser Woche Metro ins Auge. Die Titel haben nach Ansicht von Achim Matzke (Commerzbank Securities) eine hohe „Comeback-Dynamik“. Nach dem Kurseinbruch auf 15,20 Euro habe sich unterhalb des Widerstands bei 26 Euro ein klassischer Doppelboden gebildet. Nach dem ersten Trading-Kaufsignal, dem Überschreiten der 200-Tage-Linie, sei mit dem Sprung über die 26 Euro dann ein Investment-Kaufsignal gefolgt, das die Bodenformation abgeschlossen habe. Metro habe jetzt die trendbestätigende Konsolidierung unterhalb von 29 Euro und den beschleunigten Baisse-Trend mit einem weiteren Investment-Kaufsignal beendet, was der Aktie Potenzial bis 38 Euro gebe.

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