Infrastrukturprojekte: Baustellen für Anleger

Infrastrukturprojekte
Baustellen für Anleger

Es ist ein neuer "Megatrend" - und dessen Ende ist noch lange nicht absehbar: Der Kapitalbedarf von Infrastrukturinvestitionen ist so gewaltig, dass private Finanzierungen und der Weg über die internationalen Kapitalmärkte gang und gäbe sind. Den Anlegern bieten die Banken mit ihren neuen Infrastrukturfonds neue Anlagemöglichkeiten.

FRANKFURT. Die Zeiten, zu denen der Bau von Verkehrswegen, Brücken und Flughäfen eine Domäne des Staates war, sind lange vorbei. Der Staat könne den Mittelbedarf nicht mehr alleine decken, sagen Experten – weder in den Industrieländern noch in Schwellenländern. Das eröffnet Anlegern neue Möglichkeiten: Über Infrastrukturfonds oder entsprechende Bonds können sie sich weltweit an öffentlichen Projekten beteiligen.

Investoren böten sich damit gute Perspektiven, sagte Klaus Martini, Global Chief Investment Officer im Privatkundenbereich der Deutschen Bank in einem Gespräch mit dem Handelsblatt. Die stetig wachsende Nachfrage nach solchen Anlagemöglichkeiten und das knappe Angebot ermöglichten durchaus attraktive Renditen. „Typisch für Unternehmen aus dem Infrastruktursektor sind langfristig gut prognostizierbare und relativ stabile Erträge, die zu relativ moderaten Risiken führen“, erläuterte Martini.

Zudem seien Infrastruktur-Unternehmen wegen ihrer monopolähnlichen Stellung oft nur geringem Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Mit Infrastruktur-Investments ließen sich die Schwankungen und Risiken im Depot deutlich reduzieren. Der Grund seien das günstigen Rendite-Risiko-Profil und die nur geringe Korrelation mit anderen traditionellen Anlageklassen.

Infrastruktur-Unternehmen nutzen den Weg über Banken, Wertpapierbörsen und Anleihemärkte nicht nur immer stärker als Kapitalquellen für typische öffentliche Projekte wie Autobahnen, Kliniken oder Gefängnisse. Die steigende Nachfrage nach Rohstoffen macht auch gewaltige Investitionen in die Rohstoff-Infrastruktur wie etwa Öl-Pipelines oder Verbindungswege zu einer Kupfermine notwendig.

Ein Ende des neuen „Megatrends Infrastruktur“ ist noch lange nicht absehbar. Giles Keating von Credit Suisse hat errechnet, dass weltweit in den nächsten fünf Jahren Finanzmittel in Höhe von rund 1,5 Billionen US-Dollar für den Aufbau der Infrastruktur in bislang unterentwickelten Regionen und für die Modernisierung bestehender Infrastruktur in den Industrieländern benötigen werden. Auf ähnliche Dimensionen kommt die Weltbank. Sie geht in einer kürzlich vorgelegten Studie davon aus, dass sich die Geldgeber aus der Privatwirtschaft bis zum Jahr 2010 weltweit mit 1,362 Billionen Dollar an Infrastruktur-Projekten beteiligen werden.

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