Insider-Barometer
Insider spekulieren auf Hausse

Der aktuelle Kursrutsch an den Aktienmärkten schreckt Deutschlands Top-Manager nicht. Während der Deutsche Aktienindex (Dax) in den vergangenen zwei Wochen rund acht Prozent an Wert verloren hat und sich zunehmend Skepsis breit macht, zeigten sich die Führungskräfte so optimistisch wie seit neun Monaten nicht mehr.

FRANKFURT. Das zeigt das Insider-Barometer, das alle zwei Wochen vom Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der RWHT Aachen gemeinsam mit Commerzbank Private Banking errechnet wird. Mit einem Stand von zuletzt rund 130 Punkten gibt das Insider-Barometer nun ein sehr deutliches Kaufsignal.

Das überrascht, weil die Ängste vor einer Ausweitung der Kettenreaktion angesichts der Schieflage am Markt für schwache private US-Hypothekenkredite jetzt auch die Aktienmärkte erreicht haben. Institutionelle und private Anleger gehen nach einer Umfrage des Sentix-Instituts davon aus, dass die Korrektur an den Börsen noch länger anhalten wird. Die Führungskräfte handeln dagegen antizyklisch. Das Insider-Barometer impliziert auf Sicht von drei Monaten steigende Kurse.

„Insider können die wirtschaftliche Lage der eigenen Unternehmen gut beurteilen und beeinflussen. Von daher sind sie den aktuellen Börsenstimmungen nicht so stark ausgeliefert wie andere Marktteilnehmer“, erklärt Oliver Stotz von der Fifam. Auffällig sei in den vergangenen beiden Wochen, dass es – anders als am Gesamtmarkt – bei den Insidern kaum Verkäufe gab.

Mit Daimler-Chrysler und BASF standen zwar zwei Dax-Konzerne auf den Verkaufslisten; bei beiden Konzernen trennten sich Aufsichtsräte von den Papieren. Die Volumina waren aber – vor allem bei BASF – vernachlässigenswert. Beide Papiere empfehlen die meisten Analysten nach zuletzt guten Quartalszahlen beider Konzerne weiter zum Kauf.

Beim Triebwerkshersteller MTU Aero Engines, bei dem es zuletzt die meisten Insider-Verkäufe gab, sind Analysten ebenfalls überwiegend positiv gestimmt. Die Aktie sei zwar recht teuer, aber Anleger sollten zeitweise Kursschwächen zum Kauf nutzen, heißt es bei Commerzbank Private Banking. Das Geschäft mit der zivilen Triebwerks-Instandhaltung boome und habe auch langfristig gute Aussichten.

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