Insider-Barometer
Insider verkaufen weiter kräftig Aktien

Deutschlands Topmanager bleiben skeptisch. Sie verkaufen weiterhin deutlich mehr Aktien ihrer eigenen Unternehmen als sie kaufen. Zu den Verkäufern zählten Insider der drei Dax-Konzerne Henkel, SAP und Siemens.
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FrankfurtDeutschlands Topmanager, die bei Aktiengeschäften durch ihren direkten Einblick ins eigene Unternehmen einen großen Vorteil haben, bleiben skeptisch: Sie verkaufen weiterhin deutlich mehr Aktien als sie kaufen, wie das Handelsblatt (Montagausgabe) berichtet.

Dies belegt das Insider-Barometer, das das Aachener Forschungsinstitut für Asset Management alle zwei Wochen zusammen mit Commerzbank Wealth Management exklusiv für das Handelsblatt berechnet. Dieser Indikator sank um einen weiteren Punkt und notiert aktuell bei 70 Zählern. Bereits Werte unter 90 Punkte gelten als Verkaufssignal.

Zu den Verkäufern zählten dieses Mal Insider der drei Dax-Konzerne Henkel, SAP und Siemens sowie von Dürr und Qiagen. Die Häufigkeit der Transaktionen im Leitindex bezeichnet Olaf Stotz, Professor an der Frankfurt School, als auffällig und eher ungewöhnlich: „Das zeigt, dass die Kurse bereits viel Fantasie vorweggenommen haben und es weiterhin zu einer Seitwärts- oder sogar Abwärtsbewegung kommen dürfte.“ Anleger sollten daher über Gewinnmitnahmen nachdenken.

Kommentare zu " Insider-Barometer: Insider verkaufen weiter kräftig Aktien"

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  • ich denke, dass dies der Kenntnis geschuldet ist, dass die aktuellen Aktien-Preise nicht kurzfristig durch entsprechende Unternehmensdaten bestätigt werden können.
    Das drohende Tapering in den USA wirkt wie ein zusätzliches Damoklesschwert je länger es nicht einsetzt.
    Und eine gesunde Korrektur sind schöne Einstiegskurse für diejenigen, die noch nicht dabei waren und das sind viele einschliesslich der Versicherungswirtschaft. Die Story wird noch solange dauern, solange die Zinsen unten bleiben, Geld nach gedruckt werden muss, weil alle westlichen Staaten hoffnungslos überschuldet sind.

  • Merkwürdig... Angesichts von Null-Zinsen (oder sogar negativen Zinsen) müsste eigentlich eine Flucht in die Aktienmärkte einsetzen... Diese sind bereits (KGV) recht teuer, aber es ist noch Luft nach oben.

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