Insider-Barometer
Manager greifen wieder zu

Erstmals seit August letzten Jahres zeichnet sich beim Insider-Barometer eine Trendwende ab. Eines der positiven Zeichen: Trotz zuletzt enttäuschender Zahlen kaufte SAP-Finanzchef Werner Brand für 70 000 Euro Aktien seines eigenen Unternehmens.

FRANKFURT. Die freundliche Stimmung der letzten Wochen an den Aktienmärkten lässt auch die Top-Manager aus den 160 Unternehmen des Dax, MDax, SDax und TecDax mutiger werden. Ging es mit dem Insider-Barometer, das das Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen alle zwei Wochen in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking exklusiv für das Handelsblatt berechnet, seit August vergangenen Jahres fast kontinuierlich bergab, so zeichnet sich nun eine Trendwende ab.

Nach 96 Punkten zuletzt ist es wieder auf knapp 100 Punkte gestiegen und befindet sich damit genau in der Mitte des neutralen Bereichs. Käufe und Verkäufe der Top-Manager halten sich da in etwa die Waage. Zum Vergleich: Zum Höchststand im August vergangenen Jahres notierte das Barometer noch bei über 150 Punkten und zeigte da ein klares Kaufsignal.

Das Kauf- und Verkaufsverhalten der Top-Manager gilt als aussagekräftiger Indikator für die Marktentwicklung in nächster Zeit, weil davon auszugehen ist, dass diese Gruppe näher an Unternehmensentwicklungen dran ist als gewöhnliche Aktionäre und sich bei eigenen Aktiengeschäften entsprechend positioniert. Da diese Geschäfte spätestens vier Tage später auf der Internet-Seite der Börsenaufsicht BaFin veröffentlicht werden müssen, können sich Anleger „dranhängen“ und ebenfalls profitieren. Wer dies in den 25 Tagen nach Veröffentlichung eines Aktienkaufs macht, erzielt im Schnitt eine Überrendite von drei Prozent, ergaben Fifam-Berechnungen.

„Wir leben heute wieder in der besten aller Welten“, sagt Fifam-Experte Olaf Stotz. Gründe dafür sind die zuletzt überraschend guten Konjunkturdaten – beispielsweise wurde das Wirtschaftswachstum für 2007 nach oben revidiert – sowie das weiter erfreuliche Gewinnwachstum der Unternehmen.

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