Instituts für Empirische Wirtschaftsforschung der Uni Zürich
Studie: Finanzmarktgerüchte spielen große Rolle

Was alte Börsenhasen immer schon gewusst haben, ist nun wissenschaftlich untersucht und belegt: In der hektischen Welt der Börsen spielen Gerüchte eine grosse Rolle.

Reuters ZÜRICH. Dass es dabei oft nur wenig auf deren Wahrheitsgehalt ankommt, zeigt nun eine Studie des Instituts für Empirische Wirtschaftsforschung der Universität Zürich.

Von 140 hauptsächlich in der Schweiz befragten Händlern und anderen Akteuren an den Finanzmärkten erklärten immerhin 20 Prozent es sei egal, ob sich ein Gerücht später als wahr oder unwahr erweist. Für die Händler kommt es vielmehr darauf an, ob ein Gerücht eine Kursbewegung auslöst oder nicht. Je stärker eine Kursbewegung, umso größer erscheint dem Markt der Wahrheitsgehalt eines Gerüchtes. Eine wichtige Rolle für die Glaubwürdigkeit eines Gerüchte spielen auch die Übermittler, seien es Personen oder Medien.

Dass Gerüchte oft blitzschnell die Runde machen, wird durch die Studie bestätigt. 70 Prozent der Befragten glauben, dass die Händlergemeinde innerhalb von Minuten über ein Gerücht informiert ist. Diese zeigen der Studie zufolge dann ein ausgeprägtes Herdenverhalten, das ein Übermaß an Volatilität im Markt auslösen kann.

Zwar glauben es die Verfasser der Studie nicht, aber die befragten Marktteilnehmer gingen davon aus, dass die Urheber eines Gerüchtes eine gute Chance haben, systematisch und risikolos einen Gewinn zu erzielen.

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