Interview mit Markus Ross, Ceros
„Zugang zu den Großen der Branche“

„Deutsche Finanzinstitute wollen primär eigene Produkte anbieten“, sagt Markus Ross vom Managed Accounts-Anbieter Ceros. Im Interview spricht er über Chancen und Probleme der neuen Werpapierdepots auf dem deutschen Markt.

Handelsblatt: Managed Accounts sind am Finanzplatz Deutschland verhältnismäßig neu. Warum?

Markus Ross: In den USA ist diese attraktive Anlageform bereits seit den achtziger Jahren bekannt. In Deutschland werden sie meist von US-Investmentbanken angeboten. Deutsche Finanzinstitute versuchen primär, eigene Fondsprodukte oder Vermögensverwaltungsleistungen an den Mann zu bringen, auch wenn diese in der Performance oft zu wünschen übrig lassen.

Was sind die Vorteile von Managed Accounts für Privatanleger?

Gute Performance, hohe Transparenz, sichere Depotstellen, hohe Liquidität.

Wie groß ist das Wachstumspotenzial?

Da Anleger mit Managed Accounts auf sehr effiziente Weise Zugang zu den großen und weltbesten Asset-Managern erhalten können und der Kundennutzen entsprechend hoch ist, sehe ich ein riesiges Wachstumspotenzial.

Wer Zugang zu erfolgreichen Managern haben will, muss dafür zahlen. Wie hoch ist die Kostenbelastung?

Die Kosten liegen für Anleger mit einem Kapital von 100 000 Dollar zwischen 1,25 und 3,0 Prozent. Das ist vergleichbar mit Kosten von Investmentfonds. Für größere Anleger sind Managed Accounts kostengünstiger als Investmentfonds.

Man könnte meinen, wirklich erfolgreiche Manager seien nicht auf Kapital privater Anleger angewiesen. Ist das falsch?

Da die einzelnen Investment-Manager wegen der simplen Struktur des Managed Accounts in der Regel einen nur geringen Betreuungsaufwand für die einzelnen Depots haben, sind diese Plattformen, auf denen eine Vielzahl kleinerer Depots gebündelt werden, auch für jene Top-Manager interessant, die sonst nur Einzeldepots mit einem Kapital ab fünf Millionen Dollar akzeptieren.

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