Investment Live
Die drängenden Fragen der Anleger

Die Anleger fragen, die Experten antworten: Bei der Handelsblatt-Veranstaltung „Investment Live“ in Bielefeld ging es um die richtige Anlagestrategie, die Situation auf den Finanzmärkten und die US-Zinspolitik.

BielefeldAuf die drängenden Fragen der Anleger bei der Handelsblatt-Veranstaltung „Investment Live“ antworteten Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart, Anlagestratege Ulrich Stephan und Aktienspezialist Oliver Plein.

Wo finden konservative Anleger noch Rendite?
Oliver Plein: „Wir sehen seit einiger Zeit eine Enteignung der Sparer. Risikofreiheit bei einer gewissen Rendite gibt es nicht mehr. Geldanlage ist schwieriger geworden, Investoren brauchen einen langen Atem. Langfristig sind Aktien am profitabelsten, aber man muss die Schwankungen aushalten.“
Ulrich Stephan: „Tun Sie nichts, womit Sie nicht ruhig schlafen können und streuen Sie Ihre Investments breit über verschiedene Anlageklassen und Regionen. Lassen Sie sich von kurzfristigen Schwankungen an den Aktienmärkten nicht verunsichern. Langfristig kommt es darauf an, wie gut ein Unternehmen aufgestellt ist.“
Gabor Steingart: „Aktien! Ich würde mir den Dax anschauen und dann selektiv alle Unternehmen kaufen, deren Geschäftsmodelle funktionieren, und alles aussortieren, was nach Problemen klingt.“

Wann legen die Kurse wieder zu?
Ulrich Stephan: „Ich habe wenig Zweifel, dass die Aktienkurse im vierten Quartal wieder steigen. Wenn die Berichtssaison im Oktober startet, gibt es auch wieder positive Impulse für die Märkte.“
Oliver Plein: „Europäische Aktien haben Aufholpotenzial, sie wurden in den vergangenen Wochen zu stark abgestraft. Für sie spricht aber nicht nur das niedrige Kurs-Gewinn-Verhältnis, sondern auch das Gewinnwachstum der Unternehmen, das langsam in Fahrt kommt.“

Wie sollte ein Rentner 100.000 Euro anlegen, wenn er regelmäßig 1000 Euro braucht?
Gabor Steingart: „Auch ein Rentner sollte einen Teil seines Geld in Aktien investieren. Aber natürlich sollten Sie noch einen Anlagehorizont von einigen Jahren haben, sonst wäre das Roulette. Denn den perfekten Ein- und Ausstiegszeitpunkt werden Sie nicht finden.“

Ulrich Stephan: „Es kommt natürlich sehr stark auf Ihre Lebenserwartung an, deshalb lässt sich die Frage nicht pauschal beantworten. Klar muss aber sein: Wenn Sie höhere Renditen als den risikolosen Zins erwirtschaften wollen, müssen Sie stärker ins Risiko gehen. Multi-Asset-Fonds wären eine Möglichkeit.“

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„Im Dezember hebt die Fed den Leitzins an“

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