Investment Live
„Anleger müssen Geldanlage völlig neu denken“

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Wie die Experten anlegen

3. Wie legen Sie persönlich Ihr Geld an?

Ulrich Stephan: Ich lege breit diversifiziert an. Bei der Altersvorsorge setze ich vor allem auf einfache Produkte. In meinem Portfolio sind Aktien und Unternehmensanleihen.

Sven Afhüppe: Ich setze auf einen ganz klassischen Mix aus Immobilien, Aktienfonds, Anleihen und Altersvorsorgeprodukten. Was übrig bleibt, stecke ich in die Ausbildung meiner Kinder.

Oliver Plein: Eine selbst genutzte Immobilie, Dividendenaktien und schwankungsarme Titel.

4. Welche neuen Anlagetrends bietet die Digitalisierung?

Ulrich Stephan: Die Digitalisierung ist ein Trend, der alle Branchen betrifft. Deutschland mag keine digitalen Technologieführer à la Google, Apple oder Facebook haben, aber wir haben SAP. Und wir haben viele Technologieführer in der Industrie oder dem Maschinenbau. Dort findet die Digitalisierung auch statt. Wer als Anleger auf das Thema setzen möchte, sollte breit investieren. Wir wissen nicht, was da auf uns zukommt, welche Technologien sich durchsetzen werden. Es wird natürlich Fehlschläge geben.

Oliver Plein: Es gibt nicht die digitale Branche. Denken Sie beispielsweise an die Autobauer. Da wird viel ausgelagert, beziehungsweise die Wertschöpfungskette ist enorm breit, und die deutschen Zulieferer sind Weltklasse. Sie entwickeln beispielsweise Fahrassistenzsysteme - auch eine Form der Digitalisierung.

Sven Afhüppe: Einige der größten Unternehmen auf diesem Feld kommen schon jetzt aus China. Den Service des Bezahlsystemanbieters Alibaba Pay nutzen schon heute mehr Menschen als alle anderen Bezahlsysteme auf der Welt. Die Chinesen sind sehr technikaffin und offen für Neuheiten.

Jessica Schwarzer
Jessica Schwarzer
Handelsblatt / Chefkorrespondentin Börse

Kommentare zu " Investment Live: „Anleger müssen Geldanlage völlig neu denken“"

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  • Sofern das passiert und davon gehe ich aus, kann man das Geld auch abschaffen.

    Lebens -u. Private Rentenversicherungen, Spareinlagen sowie Geldmarktfonds und Rentenfonds u.a. sind nicht mehr das Geld wert, auf dem sie gedruckt werden.

    Hier haben die Anleger für die Zukunft mit der Nullzinspolitik mit der EU/Draghi & Co.verspielt.

    Aktien & Co, werden folgen. Dafür sorgen dann die Banker/Börsianer.

    Und die Politiker sorgen dann für Steuer -u. Abgabenerhöhungen und Rentenkürzungen.

    Weder brauchen sie selbst in die Sozialkassen groß einzuzahlen noch brauchen sie eine Geldanlage als Pensionsberechtigte deren Salär so manchen Arbeitnehmer, Selbstständigen und Freiberufler die Sprache verschlagen würde.

    Dafür winkt dann dem Volk irgendwann eine hohe Inflation um die Schulden der Städte, Kommunen und Länder sowie dem Bund zu tilgen, weil sie es nicht schaffen anders als auf "Pump" zu regieren.

    Über die Folgen sollte man erst gar nicht nachdenken.

  • Der nächste Crash kommt bestimmt!

    Und das vermutlich nicht nur bei Aktien!

  • Ich denke nicht über so etwas nach, denn die Wahrheit steht im Handelsblatt.

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