Investmentfonds
Schwellenländer ziehen das große Geld an

Der Kapitalfluss in auf Aktien und Anleihen der Schwellenländer spezialisierte Investmentfonds hat zuletzt sowohl an Breite als auch an Dynamik gewonnen. Lateinamerika-Börsen zählen dabei zu den Favoriten der Anleger.

FRANKFURT. Nach Berechnungen von EPFR Global erreichte der Zustrom in diese Fonds in der zweiten Juliwoche das höchste Tempo seit Mitte des vergangenen Jahres. „Schwellenländer-Fonds weisen einen Nettozufluss von 3,7 Mrd. Dollar auf“, sagt EPFR-Senior-Analyst Cameron Brandt. Ein großer Batzen des Kapitals sei dabei in der zweiten Juliwoche auf Investmentfonds entfallen, die sich in erster Linie auf lateinamerikanische Aktienbörsen fokussieren.

Lateinamerika-Aktienfonds hätten seit Anfang des Jahres netto insgesamt 5,8 Mrd. Dollar eingesammelt. Begründet wird dieser Trend mit den anhaltend starken Rohstoff-Exporten der lateinamerikanischen Staaten. Ein besonders starkes Interesse sei zudem auf Seiten der Anleger im Segment der Emerging Markets für jene Investmentfonds festzustellen, die an den Wertpapierbörsen in Brasilien, Korea und China investieren. Auffallend war darüber hinaus, dass auf Indien fokussierte Investmentfonds zum ersten Mal seit drei Monaten wieder Nettozuflüsse verzeichneten.

Bei der Analyse der an den europäischen Aktienbörsen investierenden Fonds haben die EPFR-Experten einen starken Kapitalzufluss bei deutschen Fonds ausgemacht, auf welche die Hälfte aller Europa-Fonds-Zuflüsse entfielen. „Derzeit sind Deutschland-Fonds ein starkes Magnet für internationales Kapital“, sagt Brandt. US-Investmentfonds verzeichneten netto dagegen erneut Kapitalabflüsse.

Die allgemeine Unsicherheit der Anleger kommt darin zum Ausdruck, dass der Nettozufluss in Geldmarktfonds auch in der zweiten Juliwoche anhielt. Die „Money Market Funds“ erzielten einen Nettozufluss von 8,4 Mrd. Dollar auf insgesamt 870 Mrd. Dollar.

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