Investmentidee des Tages
Geld verdienen mit dem „Superzyklus“

Lange Zeit hatten Privatanleger von steigenden Rohstoffpreisen wenig, außer, dass sie mehr für ihre Tankfüllung zahlen mussten. Das hat sich geändert. Mit Zertifikaten können Anleger mittlerweile ganz unkompliziert in Rohstoffe investieren. Die tägliche Investmentidee von Handelsblatt.com

DÜSSELDORF. Rohstoffoptimisten sprechen in diesen Tagen wieder einmal vom „Superzyklus“, einer scheinbar nie enden wollenden Hausse bei verschiedenen Rohstoffen. Abzulesen ist die Preisentwicklung für Öl beispielsweise an den Preistafeln auf Autobahntankstellen – 1,38 Euro prangt da derzeit für den Liter Super bleifrei. Ein Ärgernis für jeden Autofahrer, ein Segen für all die, die an den Kapitalmärkten auf steigende Ölpreise gesetzt haben.

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Privatanleger können allerdings erst seit einiger Zeit auf einzelne Rohstoffe wetten. Vor Jahren noch war dieser Handel an den Terminbörsen fast komplett in der Hand institutioneller Investoren. Dank der Zertifikate ist daraus ein Massenmarkt geworden.

Die Aussichten für verschiedene Rostoffe sind nach wie vor viel versprechend: Die Weltkonjunktur läuft gut; allein die chinesische Wirtschaft, deren Bedeutung in Zukunft noch wachsen wird, hat im ersten Quartal um mehr als elf Prozent zugelegt. Die Nachfrage nach Öl, dem Schmierstoff für die Ökonomie, sollte deshalb langfristig weiter steigen. Noch vielmehr gilt das bei Industriemetallen wie etwa Blei, für das in den vergangenen Tagen der Rekordpreis von 2115 Dollar je Tonne an der Londoner Rohstoffbörse gezahlt wurde. Auch die Preise für Nickel und Zink sind zuletzt kräftig gestiegen. Die Konjunkturforscher vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel rechnen damit, dass die Preise für Industrierohstoffe in diesem Jahr um weitere 12 Prozent zulegen werden.

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Neben den klassischen Rohstoffen, den Energieträgern, Edel- und Industriemetallen gibt es zunehmend Papiere auf so genannte Soft Commodities, also auf Agrarprodukte wie Zucker, Orangensaft oder Kakao, die alle noch Aufholpotenzial haben. Das Angebot wächst weiter. Neben Klassikern, die sich etwa wie ihr entsprechender Basiswert bewegen, locken Emittenten mit zusätzlichen Angeboten. So sind zum Beispiel Bonus- oder Airbagzertifikate mit einem Sicherheitspuffer ausgestattet. Emittenten preisen diese Produktformen als risikooptimiert an. Doch wie bei allen Zertifikaten gilt auch bei Papieren auf Rohstoffe: Je komplizierter ein Zertifikat aufgebaut ist, desto mehr Gebühren verlangt die Bank – offensichtlich oder versteckt für Kapitalgarantien und Sicherheitspuffer. Und die Rendite schmilzt.

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