Investmentidee des Tages
Im Wartesaal für lukrative Investments

Der Dax knapst seit Wochen an seiner historischen Höchstmarke von 8 136 Punkten. Zuletzt hatte ihn ein wenig der Mut verlassen – um dann doch den Rekord zu brechen. Was tun, fragen sich die Anleger. Möglicherweise empfiehlt es sich, sein Kapital für eine Weile zu parken – und abzuwarten. De tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

DÜSSELDORF. Im Moment ist es nicht ganz so einfach abzuschätzen, wohin die Reise am Aktienmarkt in den kommenden Monaten gehen wird. Immerhin kannte der Dax in den vergangenen vier Jahren fast nur eine Richtung – die nach oben. Das Allzeithoch, datiert aus dem Frühjahr 2000, hat er – zumindest zwischenzeitlich – geknackt. Zwar sind die Analysten der deutschen Großbanken zuversichtlich – die fundamentalen Daten, die erwarteten Unternehmensgewinne für 2008 seien viel versprechend, heißt es dort. So wirklich trauen wollen die Anleger dem Frieden aber nicht. Man kann es ihnen nicht verübeln.

Die Hypothekenkrise in den USA verunsichert die Investoren hierzulande. Was passiert, wenn sich die Krise ausweitet und die US-Wirtschaft nach unten zieht? Die führenden Aktienindizes weltweit könnten deutlich absacken – die mehrjährige Hausse wäre zu Ende. Deshalb wecken derzeit Anlageprodukte, die unabhängig von Kursschwankungen an der Börse sind, das Interesse der Anleger.

Besonders beliebt sind Geldmarktfonds; das zeigt die Statistik des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI). Seit Jahresbeginn haben die Anleger in Deutschland 21 Mrd. Euro neu in diese Fondsgattung gepackt. Aus Aktienfonds dagegen flossen mehr als acht Mrd. ab. Die Vorzüge von Geldmarktfonds: Kursverluste hat der Anleger kaum zu fürchten. Außerdem kann er die Fondsanteile schnell zu Geld machen, sollte er es kurzfristig brauchen. Dazu sind die Renditen in den vergangenen Monaten attraktiver geworden. Der Grund dafür sind die gestiegenen Leitzinsen in den Industrienationen. Die Europäische Zentralbank (EZB) etwa hatte den Zins zuletzt Anfang Juni von 3,75- auf 4 Prozent angehoben. Tendenz weiter steigend.

Das höhere Zinsniveau schlägt mit nur wenig Verzögerung auf die Geldmarktfonds durch. Anleger profitieren daher vergleichsweise schnell von der Entwicklung. Der SKAGE EuroCash (WKN: 977263) etwa legte in den vergangenen zwölf Monaten um 3,81 Prozent zu. Der EuroLiquid BWI (WKN: 532619) der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) weist immerhin ein Plus 3,58 Prozent aus. Der mit 8,2 Mrd. Kundengeldern größte deutsche Wertapierfonds, der Geldmarktfonds UniOpti4 (WKN: A0KEBS) von Union Investment steigerte das Fondsvermögen um knapp drei Prozent.

Wichtig aus Anlegersicht: Vergleichen lohnt sich. Wer sein Geld in einen Geldmarktfonds packen will, sollte darauf achten, dass nicht Ausgaubeaufschlag und Verwaltungsgebühren einen Großteil der Rendite auffressen. Während UniOpti4 und SKAGE EuroCash beispielsweise bei der Commerzbank-Tochter Comdirect ohne Aufschlag zu haben sind, müssen für den EuroLiquid BWI drei Prozent bezahlt werden.

Christian Panster
Christian Panster
Handelsblatt Online / Ressortleiter Finanzen
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