Investmentidee des Tages
Klein, aber fein

Schon seit Jahren stehlen Nebenwerte den Schwergewichten die Show. Und trotz aller Warnungen vor einem raschen Ende des Höhenflugs kann sich ein Einstieg noch immer lohnen. Denn die gängigen Bewertungsmaßstäbe sind längst überholt. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

HB DÜSSELDORF. Was die meisten Experten noch vor wenigen Monaten als fast unmöglich beschrieben haben, ist mittlerweile Realität: Gleich mehrfach stieg der Nebenwerteindex MDax in den vergangenen Wochen über die Rekordmarke von 11 000 Punkten. Und obwohl immer mehr Analysten und Fondsmanager zur Vorsicht raten, kann sich einen Investition durchaus lohnen.

Denn die Zeiten haben sich geändert. Zwar spricht auf den ersten Blick einiges gegen die Aktien aus der zweiten Reihe. Immerhin hat der Dax seit den Tiefständen vor rund vier Jahren gut 250 Prozent zugelegt, der MDax kam im selben Zeitraum auf ein Plus von über 300 Prozent. Nach der jahrelangen Rally sind zahlreiche Nebenwerte daher sogar höher bewertet als die Standardwerte. Doch das allein reicht für eine grundlegende Skepsis nicht aus.

Immerhin sind alte Börsenregeln längst überholt. „Früher gab es drei Punkte, warum Nebenwerte im Vergleich zu Large-Caps mit einem Abschlag gehandelt wurden: fehlende Transparenz, die Qualität des Managements und die geringe Kapitalisierung“, sagt Jürgen Schillinger, Fondsmanager bei Union Investment. Diese seien heute jedoch nicht mehr gültig. So liege die Managementqualität bei Konzernen wir Puma längst auf dem Niveau der Dax-Konzerne, die Liquidität habe sich enorm verbessert und auch bei der Transparenz gäbe es kaum noch Probleme, sagt der Aktienexperte.

Die mittlerweile ambitionierte Bewertung allein sollte Anleger daher nicht abschrecken. „Für die europäischen Nebenwerte sprechen zudem die zahlreichen Übernahmen innerhalb der Branchen und durch Private-Equity-Gesellschaften“, sagt auch Christian Zimmermann, Fondsmanager des Pioneer Funds European Potential. "Gleichzeitig holen die Nebenwerte auch bei den Dividenden auf“, sagt Schillinger. Immerhin gibt es Unternehmen aus der zweiten Börsenreihe, die auf eine Dividendenrendite von sieben oder acht Prozent kommen.

Seite 1:

Klein, aber fein

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%