Investmentidee
Experten bleiben bei ihren TecDax-Favoriten

Der TecDax hat den Kursrutsch aufgrund der Finanzkrise bereits überwunden und notiert schon wieder knapp unter seinem Allzeithoch. Einigen Werten aus dem Technologieindex billigen die Experten anhand aktueller Studien weiteres Kurspotenzial zu. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

DÜSSELDORF. Aktuelle Kaufempfehlungen gaben die Finanzexperten für mehrere Einzelwerte ab: Freenet, Software AG, Kontron und United Internet werden bei den TecDax-Aktien beispielsweise klar favorisiert. Finanzexperten sprechen der Aktie der Software AG aktuell ein Kurspotenzial von über 25 Prozent zu. Grund für die positive Einschätzung ist das erwartete Umsatzplus von 30 bis 35 Prozent.

Mit dieser Prognose beseitigte das Management am vergangenen Freitag Sorgen vor einem Wachstumsknick. In der vergangenen Woche hatte eine per Mail verschickte Warnung des Unternehmens vor zu hohen Erwartungen für einen Kurssturz gesorgt. Im dritten Quartal steigerte das Unternehmen, das bereits vor einem Monat Favorit der Analysten war (» der Artikel aus dem Monat September), den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 27 Prozent auf 32,4 Mill. Euro, der Umsatz legte um 48 Prozent auf 157,8 Millionen Euro zu.

Basis für die Kurspotenzial-Berechnungen ist das Analystencheck-Tool von Handelsblatt.com und dpa-afx, der Agentur für Finanznachrichten. In dieser Online-Anwendung werden seit September des vergangenen Jahres Studien aller namhaften Banken sowie unabhängiger Research-Institute ausgewertet und daraus ein durchschnittliches Kursziel errechnet. Zusätzlich zeigt das Tool ein gewichtetes Kursziel: Dabei werden aktuelle Analysen stärker gewichtet, ältere Studien, die sich dem Ende Ihres Zeithorizonts nähern, nur noch marginal gewertet.

Astronomisch ist das Kurspotenzial der GPC Biotech Aktie zu sein. Fast 400 Prozent, so das Analystencheck-Tool. Doch die Aktien sackten am heutigen Mittwoch um über 60 Prozent nach unten und die Analysen im Tool stammen zum größten Teil aus August. Grund für den Kursrutsch war der erneute Rückschlag bei der Entwicklung des Krebsmedikamentes Satraplatin. Das Biotechnologieunternehmen und dessen Vermarktungspartner Pharmion hatten in einer klinischen Studie ein wichtiges Ziel für das Medikament verfehlt. In der Sparc-Phase-3 -Zulassungsstudie zur Therapie von hormonresistentem Prostatakrebs erreichte das Medikament laut Unternehmensangaben den Endpunkt zur Gesamtüberlebenszeit nicht.

Der aktuelle Kurssturz der GPC Biotech-Aktie, der bereits der zweite dieser Art in diesem Jahr war, zeigt, wie risikoreich ein Investment in Biotech-Aktien sein kann. Auch Morphosys ist in der Biotechnologie-Branche tätig. Die Aktie des Unternehmens war bereits im vergangenen Monat ein Favorit der Experten, der Kursverlauf zeigt jedoch, das die Aktie höchst volatil ist. Das Analystencheck-Tool weist zwar derzeit ein Potenzial von über 50 Prozent aus, noch im Sommer fiel der Kurs von 45 auf 35 Euro.

Eine hohe Volatilität gibt es auch bei den Telekommunikations-Werten. Momentan hat die Aktie von Freenet ein gewichtetes Kursziel von 20,63 Euro. In dieser Höhe notierte der Wert zuletzt Mitte Juli, als er von 25 Euro auf 17 Euro gesunken war. Grund dafür war die enorm hohe Dividendenzahlung in Höhe von sechs Euro pro Aktie. (050 Euro reguläre Dividende, 5,50 Euro Sonderausschüttung). Grund für die positiven Prognosen sind die Übernahmespekulationen um das Unternehmen, an die zahlreiche Branchenkenner glauben.

Erst gestern hat die Commerzbank die Aktien von Freenet vor Zahlen mit "Buy" und einem Kursziel von 21,50 Euro bestätigt. Sie erwarte eine zufrieden stellende Geschäftsentwicklung des Unternehmens für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres, schrieb Analystin Heike Pauls in einer Studie vom Dienstag. Nach dem jüngsten Kursrutsch am Anfang des Monats sei die Aktie des Internet-Unternehmens günstig bewerte, schrieb Analyst Thomas Friedrich.

Dem Konkurrenz-Unternehmen United Internet wird ein Kurspotenzial von 17 Prozent zugesprochen. Erst heute hat die Deutsche Bank das Kursziel für die Aktien von 16,50 auf 18,50 Euro angehoben und die Einstufung "Buy" bestätigt. Der Internet-Anbieter könne trotz fallender Preise seine Bruttomargen steigern, schrieben die Analysten in einer Studie am Mittwoch. Außerdem verfüge das Unternehmen über profitable Wachstumschancen beim Webhosting und bei Online-Werbung. Bis 2010 erwarte die Deutsche Bank ein jährliches durchschnittliches Gewinnwachstum von 27 Prozent.

Weniger volatil als viele andere Werte im TecDax ist die Kontron-Aktie, die sich in den vergangenen Monaten als solider Wert gezeigt hat. Die Analysen im Aktiencheck-Tool sind sich auch beim weiteren Kursverlauf einig: Sie alle sprechen Kaufempfehlungen aus und sehen ein Potenzial von über zwölf Prozent. Auftragsüberhang und Ertragswachstum sind die Schlagworte der aktuellen Analyse von Sal. Oppenheim.

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