Investmentidee
Zinsen von bis zu fünf Prozent sichern

Wer Kapital kurzfristig auf Konten anlegen möchte, sollte sich möglichst rasch entscheiden. Noch bieten Finanzinstitute für Jahres-Festgeld und Tagesgeld in der Spitze Zinsen von bis zu fünf Prozent im Jahr an. Doch die Konditionen könnten sich schon bald verschlechtern. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

rez FRANKFURT. „Die Tendenz bei den Zinsen für das Kontensparen weist deutlich nach unten“, sagt Sigrid Herbst vom Finanzdienstleister FMH in Frankfurt. Erstens drücken Sorgen über die Entwicklung der Konjunkturen führender Volkswirtschaften auf die Marktzinsen. Zweitens fließen den Banken noch immer enorme Summen Kapitals zu, da Anleger angesichts der jüngsten Verluste an den Aktienbörsen ihr Geld parken und auf stabilere Zeiten warten.

„Viele etablierte Banken haben es nicht nötig, mehr Zinsen zu bezahlen“, sagt Herbst. Diese Institute hätten bereits begonnen, vor allem Festgeldzinsen zu senken. In den vergangenen Wochen sackte der Satz für Zwölf-Monats-Festgeld unter den von FMH beobachteten Geldhäusern immerhin um durchschnittlich 0,2 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent ab. Die Tagesgeldsätze sind im Mittel konstant geblieben, hier bekommt der Anleger aber nur 3,2 Prozent im Durchschnitt.

Mit Blick auf die anhaltende Unsicherheit über die Auswirkungen der US-Hypothekenkrise empfehlen viele Finanzberater, Geld vorerst kurzfristig zu investieren und abzuwarten. Unter den Kurzfrist-Anlagen stehen Tages- und Festgeldkonditionen von bis zu fünf Prozent konkurrenzlos da. Zum Vergleich: Euro-Staatsanleihen bringen über zwei Jahre nur gut drei Prozent ein.

Unter den Festgeld-Anbietern zahlt die Parex-Bank mit 5,1 Prozent für Zwölf-Monatsgeld am meisten. Inzwischen bietet das lettische Finanzhaus, das als Direktbank arbeitet, aber auch Filialen in Berlin und Hamburg unterhält, Festgeldkonten ohne Beschränkungen an. Seit Januar gehört die Bank dem Einlagensicherungsfonds der privaten Banken an. Darüber sind laut Parex-Bank pro Anleger 1,5 Mill. Euro geschützt. Um sich am Markt zu etablieren, dürfte die Bank allerdings vorerst weiter überdurchschnittliche Zinsen für Einlagen zahlen, meint Herbst.

Bei anderen Fest- und Tagesgeldanbietern mit Top-Konditionen müssen Anleger mit einem beschränkten Einlageschutz leben. Die Credit Europe Bank, die Garanti Bank und die Akbank etwa unterliegen dem niederländischen Einlagenschutz. Darüber sind je Anleger 20 000 Euro zu 100 Prozent abgesichert, weitere 20 000 zu 90 Prozent. Bei anderen Geldhäusern wie der Vakif- oder der Deniz Bank sind über die österreichische Einlagensicherung 20 000 Euro voll geschützt. Verbraucherschützer raten, dort nicht mehr als die abgesicherte Summe anzulegen.

Den besten Tagesgeldzins zahlt aktuell die Credit Europe Bank mit fünf Prozent, allerdings nur neuen Kunden.

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