Investoren warnen
Schwellenländer auf dem Abstellgleis

Lange Zeit haben Investments in Bric-Staaten dicke Profite abgeworfen. Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein: Warum Volkswirte Brasilien, Russland, Indien und China miserable Anlagechancen bescheinigen.
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New York Investoren sehen an den größten Märkten der Schwellenländer erstmals die schlechtesten Anlagechancen. Indien schnitt am miesesten ab, gefolgt von Brasilien, Russland und China. Bessere Gelegenheiten bieten die USA und Europa, ergab eine weltweiten Umfrage von Bloomberg unter Anlegern, Analysten und Händlern aus der vergangenen Woche.

Die Aussichten auf eine geringere globale Liquidität, wenn die Federal Reserve ihr Anleihekaufprogramm zurückfährt, hat zu dem größten Ausverkauf bei den größeren Schwellenländer-Währungen in fünf Jahren geführt. Die indische Rupie und die türkische Lira fielen auf Rekordtiefs.

Die Talfahrt führt die Herausforderungen für die Region vor Augen, darunter eine zu starke Kreditabhängigkeit in China und niedrige Investitionen in Brasilien. Zusammen mit Indien und Russland gehören diese Staaten zu der so genannten Bric-Gruppe.

„Die Brics werden gegenüber den Industriestaaten immer die zweite Geige spielen“, sagt Umfrageteilnehmer Ben Kelly, Analyst von Louis Capital Markets. „Die wachstumsfreundliche Geldpolitik der USA hat es den Schwellenländern ermöglicht, aufgrund der sehr niedrigen oder negativen Realzinsen zu florieren.“

Da sich die Konjunktur in den USA „und in einem gewissen Maße auch in Europa zu stabilisieren beginnt, dürfte sich ein Teil dieses Entwicklung wohl wieder umkehren. Wir haben das schon an den Anleihemärkten gesehen”, fügt Kelly an.

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  • "Etwa 56 Prozent der Befragten meinten, dass Notenbankchef Haruhiko Kuroda bis mindestens zur zweiten Jahreshälfte 2015 auf Zinsanhebungen verzichten wird"


    So schön euphemistisch kann man das natürlich auch sagen. Bis dann hat Japan ca. 300% Verschuldungsgrad, gemessen am BIP.

    Der japanische Staatshauhalt 2012/2013 beträgt €885 Milliarden, davon 49% via neuer Schulden. Heisst umgekehrt: Japans selbst erwirtschaftetes Steuernaufkommen beträgt gerade mal €451 Mrd.

    Das bei einem BIP von €4,47 Bio. Also rechnen wir mal:

    Schuldenstand 2015 = circa € 13,4 Bio; bei angenommenen 5% Zinssatz sind das allein an ZINSEN €671 Mrd. oder das 1,5x des japanischen Steueraufkommens.

    Oder Klartext: Japan ist dermassen pleite, dass Griechenland daneben aussieht wie Dagobert Duck höchstpersönlich!

  • Wurde die Studie von Goldman Sachs in Auftrag gegeben? Ähnlich, die Aussage von GS, den Goldboom für tot zu erklären, weil sich die Wirtschaft in den USA besser erhole und QE 3 lt.Berankes Nebensatz evtl gestoppt wird? Ich dachte Marktmanipulation sei verboten? Wenn Government Sachs etwas sagt, kann man davon ausgehen, dass das Gegenteil richtig ist.Die Schwellenländer sind niedriger verschuldet als die Industrieländer und erfüllen zum großen Teil sogar die Maastrichtkriterien. Hier findet m.E. ein Währungskrieg statt, denn mit Nullzinspolitik und Schrottanleihenkauf wird noch lange kein reales Wachstum erzielt, sondern nur Blasenbildung an den Börsen und auf dem Immobilienmarkt. Wer sind bitte die Großinvestoren, die davon profitieren? Und bitte, welche Konjunkturerholung in welchem Sektor der deindustrialisierten Staaten von Amerika oder der hochverschuldeten noch nicht Vereinigten Staaten von Europa, welches aber über das Schuldgeld geschaffen werden soll?


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