Jim Rogers: „Das Geld wird Sie finden“

Jim Rogers
„Das Geld wird Sie finden“

Jim Rogers hat ein Vermögen an der Börse gemacht. Jetzt hat der berühmt-berüchtigte Investor ein Buch geschrieben. Darin verrät er, warum er sich für Amerika schämt – und warum Anleger nicht auf ihn hören sollten.
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Wenn Sie reich werden möchten, hören Sie nicht auf Jim Rogers. Dieser Ratschlag stammt von Rogers selbst. Der berühmt-berüchtigte Investor (Markenzeichen: bunte Fliege) hat ein Buch geschrieben: „Die Wall Street ist auch nur eine Straße“.

Rogers erzählt, wie er als junger Student an die Wall Street kam, wie fasziniert er war vom Auf und Ab der Finanzmärkte, wie er viel Geld gemacht und manchmal etwas verloren hat; eine Zeit lang davon an der Seite mit George Soros, dem anderen großen, alten Börsenguru.

Rogers erklärt aber auch, warum er eines Tages die Nase voll hatte und von New York fortging. „Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gingen kluge Leute nach London. Hundert Jahre später zogen die klugen Leute nach New York. Und wenn Sie am Beginn des 21. Jahrhunderts klug sind, machen Sie sich auf den Weg nach Asien“, schreibt Rogers. Das Zeitalter Amerikas sei vorbei - die Zukunft gehöre China.

Nebenbei streut der Autor immer wieder Ratschläge ein, zum Beispiel den, dass man beim Investieren nicht auf ihn hören solle. Aber dazu später mehr.

Jim Rogers (70) hat in seinem Leben mehr mitgemacht, als es sich die meisten Banker und Geldverwalter überhaupt erträumen könnten. Wahrscheinlich liegt das daran, dass er immer genau das Gegenteil von dem tat, was alle anderen für richtig hielten.

Rogers wächst in Alabama auf. Schon früh habe er den Drang verspürt, die Welt zu erkunden. Zum Studium der Geschichte, Philosophie und Wirtschaft geht er nach Yale, später ins britische Oxford. Über einen Ferienjob gelangt Rogers an die Wall Street.

Darüber sagt er heute: „Ehe ich dorthin ging, wusste ich über die Wall Street nur, dass sie irgendwo in New York lag und dass dort 1929 etwas Schlimmes passiert war. Ich wusste nicht, dass es einen Unterschied zwischen Aktien und Anleihen gab, und schon gar nicht, worin dieser Unterschied bestand. Ich hatte keinen blassen Schimmer von Währungen oder Rohstoffen.“

Das ändert sich schnell. Rogers ist so begeistert von der neuen Welt, dass er nicht mehr loslassen will. Er arbeitet für eine Investmentbank, 15 Stunden am Tag, manchmal sieben Tage die Woche. Während die meisten seiner Kollegen allein den US-Markt im Blick haben, schaut er sich auf der ganzen Welt um. Schließlich lernt er George Soros kennen und gründet mit ihm 1970 einen Hedge Fonds, den legendären Quantum Funds.

Kommentare zu " Jim Rogers: „Das Geld wird Sie finden“"

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  • "Seit 2008 lebt Rogers in Singapur."

    Hm.. Nicht der beste Ort, um ein sorgenfreies Leben zu führen. Geld alleine kann die schlechte Luft dort auch nicht sauber machen. Das kann mächtig auf die Gesundheit gehen.

    http://www.youtube.com/watch?v=KNDuUi9RP1U

    http://online.wsj.com/article/BT-CO-20130620-713336.html

  • @ Ronny: Das Sie das Buch nicht gelesen haben ist sehr schade. Dann hätten Sie vielleicht was gelernt. Auch zum Thema Steuern läßt sich Jim Rogers in seinem Buch sehr ausführlich aus. Steuern bestrafen die fleißigen/mutigen Unternehmer/Investoren/Sparer, die direkt oder indirekt Arbeitsplätze schaffen und BELOHNEN die faulen/trägen/wenig innovativen Schmarotzer. Zu welcher Guppe zählen Sie sich?

  • @ Ronny: Das Sie das Buch nicht gelesen haben ist sehr schade. Dann hätten Sie vielleicht was gelernt. Auch zum Thema Steuern läßt sich Jim Rogers in seinem Buch sehr ausführlich aus. Steuern bestrafen die fleißigen/mutigen Unternehmer/Investoren/Sparer, die direkt oder indirekt Arbeitsplätze schaffen und bestrafen die faulen/trägen/wenig innovativen Schmarotzer. Zu welcher Guppe zählen Sie sich?

  • 4,200 % in 10 Jahren! Wer diesen Artikel liest, versteht hoffentlich, dass wir eine Finanztransaktionssteuer so dringend brauchen, wie Brot und Wasser.
    Die Finanzindustrie ist wie eine verrückt gewordene Bulldogge die Blut geleckt hat und alle anderen Menschen angreift.

  • Aha, also sind Demokraten keine "echten" Amerikaner. Wieder was dazugelernt. Und glauben sie weiter an Träume - leider sieht die Realität für Millionen ECHTE Amerikaner anders aus. Das Erwachen war hart und hat zumindest bei Einigen zum umdenken geführt. Bei Ihren "echten" Amis leider noch nicht - aber das kommt noch, so oder so.

    Der naive Glaube an die Sonderstellung der USA jedenfalls dient dem Lande nicht; er ruiniert es auf lange Sicht.

  • @salam-i:

    Ich glaube nicht, dass die USA untergehen werden. Seien Sie sicher, auch heute noch ist der "american dream" fuer eine leistungsbereite Person definitiv moeglich.

    Aber, die derzeitige US-Politik ist mit Obama leider etwas naiv, und schadet den USA.
    Die "echten" Amerikaner unterstuetzen Obamas Politik ueberhaupt nicht. Obama schielt immer mit einem gewissen Neid auf unsere Bundeskanzlerin, und meint, bestimmte Dinge auf die USA uebertragen zu koennen, das wird aber nicht funktionieren.

    Allerdings, die Zukunft gehoert ganz klar Asien ! Damit ist nicht nur China gemeint.



  • Das Geld wird mich finden?

    Ich bin schneller: b assured abt.

  • Ein hervorragender Artikel (auch mal ein Fehlerfreier).Roger´s Lebenserfahrung bringt viele Wahrheiten ans Licht. Die USA werden untergehen, die jetzigen Höhenflüge der NYSE sind letzte Zuckungen.

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