Jüngste Indexschöpfung entwickelt sich auf Anhieb zu einem Erfolg
Warum Anleger vom Gex überzeugt sind

Seit Anfang Januar bildet der German Entrepreneurial Index (Gex), das jüngste Mitglied der deutschen Index-Familie, die Entwicklung ausgewählter börsennotierter Familienunternehmen ab. Und seit seiner Auflage hat sich der Gex gegen die etablierten Segmente behauptet.

DÜSSELDORF. Anleger können mit immer mehr Zertifikaten von diesem Trend profitieren. Doch Experten mahnen zur Vorsicht. Der Gex hat seit seiner Auflage bereits über elf Prozent zugelegt. Die 30 im Leitindex Dax notierten Standardwerten verzeichneten im selben Zeitraum nur ein Plus von knapp drei Prozent. Und sogar das seit Jahren boomende Segment der Nebenwerte, der MDax (rund sieben Prozent), konnte mit der Entwicklung der börsennotierten Familienunternehmen nicht mithalten.

Die Gründe für das gute Abschneiden des Gex sind leicht zu finden. So sind viele Familienunternehmen in Nischen tätig, weniger stark von der konjunkturellen Entwicklung abhängig und überzeugen mit einer langfristigen strategischen Planung. „Viele Familienbetriebe sind nicht nur solide, sondern können auch wegen ihrer guten Marktposition auf mitunter enorme Wachstumsraten verweisen“, sagt Walter Sommer, Vermögensverwalter bei Großbötzl, Schmitz & Partner.

Diese Vorteile haben Anleger und Banken längst erkannt. „Familienunternehmen sind auch an der Börse zurzeit ein echtes Thema“, sagt Peter-Thilo Hasler, Analyst bei der Hypo-Vereinsbank. So ist auch die gute Kursentwicklung des Gex vor allem mit dem positiven Image der familiendominierten Konzerne zu begründen.

Emittenten bringen Anlageprodukte auf den Gex heraus

Kaum verwunderlich also, dass einige Banken Zertifikate auf den Gex herausgebracht haben. Société Générale und HSBC Trinkaus & Burkhardt haben bereits vor einigen Wochen je ein Index-Zertifikat aufgelegt. Vor wenigen Tagen folgte die Hypo-Vereinsbank mit einem eigenen Papier (ISIN DE000HV0A098).

Solange es an der Terminbörse Eurex allerdings keine Terminkontrakte auf den Gex gibt, ist die Absicherung eines solchen Produktes riskant: Zum einen werden die Aktien der Unternehmen, die derzeit im Gex enthalten sind, meist nur bei geringen Umsätzen gehandelt. Zum anderen beeinflusst eine Bank, die sich mit dem Kauf der Gex-Aktien absichern will, schnell die Aktienkurse.

Die Société Générale lässt sich das Absicherungsgeschäft daher von den Anlegern üppig bezahlen. Für das Index-Zertifikat (ISIN DE000SG16HM0), das eine Laufzeit von elf Jahren hat, zahlen Investoren einen Spread – das ist die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis – in Höhe von zehn Cent oder derzeit 0,89 Prozent. Preiswerter ist das Papier aus dem Hause HSBC Trinkaus & Burkhardt (ISIN DE000TB97852). Der Spread liegt bei zwei Cent oder derzeit 0,17 Prozent. Hinzu kommt, dass die Laufzeit des Zertifikates unbegrenzt ist.

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