Kapitalmarktrisiken
Märkte verlieren die Balance

Auf den Kapitalmärkten wächst die Wahrscheinlichkeit von Schocks. Gefahren für Investoren lauern innerhalb und außerhalb des Finanzsystems. In einer zehnteiligen Serie beschreibt das Handelsblatt die neue Dimension der globalen Kapitalmarktrisiken.

FRANKFURT. Das Weltfinanzsystem wird anfälliger für Schocks. Im monetären Sektor wachsen die strukturellen Ungleichgewichte: Die Geldschwemme insbesondere der US-Notenbank in den vergangenen Jahren führte zu einer überbordenden Verschuldung und zu Spekulationsblasen an vielen Märkten für Vermögenswerte. Parallel dazu entstehen auch durch die Globalisierung und die hohe Wirtschaftsdynamik in den Entwicklungsländern, insbesondere in China, zunehmende Ungleichgewichte in den internationalen Finanzströmen.

Darüber hinaus stehen Ökonomien und Investoren heute vor einer Vielzahl von Gefahrenquellen, die außerhalb des rein monetären Sektors lokalisiert werden können: Klimawandel und Rohstoffengpässe sind nur zwei Beispiele. Viele dieser Risikofaktoren sind miteinander verwoben und außerdem in Zusammenhang mit einer Verlagerung der Wachstumszentren in die Schwellenländer zu sehen. Institutionelle Investoren und Vermögensverwalter nehmen einzelne Risiken in den Fokus und versuchen, Folgerungen für die eigenen strategischen Pläne abzuleiten – auch wenn es keine Patentrezepte für ein umfassendes und befriedigendes Risikomanagement gibt.

Das Handelsblatt beschreibt in einer zehnteiligen Serie die neue Dimension der globalen Kapitalmarktrisiken. Die ersten beiden Beiträge widmen sich den originär im Finanzsystem angesiedelten Risiken. Im Vordergrund stehen in den weiteren Folgen die nicht monetären Gefahrenquellen. Experten stellen Szenarien über die Eintrittswahrscheinlichkeit beispielsweise eines drastischen Klimawandels vor, kalkulieren die möglichen Folgen und machen Vorschläge, wie drohende Schäden bereits im Vorfeld verringert oder abgewendet werden können – sofern dies überhaupt möglich ist.

Die Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Das Einschätzen von unkalkulierbaren Risiken wie höhere Gewalt (etwa Erdbeben oder Vulkanausbrüche) ist beispielsweise für Versicherungskonzerne von existentiellem Interesse. Sie werden in diesem Rahmen jedoch nicht behandelt. Themen wie Globalisierung oder Umwelt sind in anderen Zusammenhängen berücksichtigt. Darüber hinaus bleiben bestimmte Risikoquellen außen vor, die zwar in den Augen mancher Beobachter eine Bedrohung darstellen, derzeit allerdings noch zu weit in der Zukunft liegen. In diese Gruppe gehören beispielsweise die Gefahrenpotenziale der Nanotechnik und Biotechnologie.

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