Klassiker und mehr
Rohstoffindizes

GSCI Total Return: Der Klassiker unter den Rohstoffindizes bildet die Kursentwicklung der 24 wichtigsten Rohstoffe ab. Die individuelle Gewichtung der Rohstoffe hängt dabei von der Produktion der letzten fünf Jahre und damit auch der Bedeutung der jeweiligen Rohstoffe für die Weltwirtschaft ab. Der mit Abstand größte Teil entfällt daher mit aktuell 70 Prozent auf Energierohstoffe. Einen günstigen Zugang zu dem Index bietet etwa der Indexfondsanbieter EasyETF mit einem GSCI-Indexfonds (LU0203243414), für den jährlich lediglich 0,45 Prozent Managementgebühr anfallen. In den vergangenen 18 Monaten fielen aufgrund der hohen Gewichtung der Energierohstoffe allerdings große so genannte Rollverluste im GSCI-Index an: Der Index entwickelte sich rund 30 Prozent schlechter als die tatsächlichen Preise am physischen Rohstoffmarkt. Die Rollverluste entstehen, weil der Indexanbieter die Rohstoffe nicht physisch erwirbt, sondern den Besitz über den Terminmarkt abbildet.

Dow Jones AIG: Die Konkurrenz zum GSCI-Rohstoffindex enthält lediglich 19 Rohstoffe, deren Gewichtung vor allem von der Handelsaktivität und nicht der physischen Förderung abhängt. Der Anteil der Energierohstoffe ist indes – wie der aller anderen Sektoren auch – auf maximal 33 Prozent begrenzt. Ein zugehöriger Indexfonds kommt von der Credit Suisse mit dem CS Lux DJ AIG Commodity (ISIN: LU0230916586)

UBS CMCI: Da Rohstoff-Indexprodukte nicht den physischen Erwerb, sondern die Abbildung der Rohstoffpreise über den Terminmarkt unterstellen, ist eine Rohstoffinvestition mit einigen Fußangeln verbunden. So kann die Kursentwicklung eines Rohstoffindex von den tatsächlichen Preisveränderungen für den physischen Rohstoff abweichen. Experten sprechen, je nach Verlauf, von Rollverlusten oder Rollgewinnen, die entstehen, wenn der Indexanbieter von einem Kontrakt in den nächsten wechselt, der zur künftigen Lieferung eines Rohstoffs berechtigt. In den letzten zwei Jahren fielen für den überwiegenden Teil der Rohstoffe Rollverluste an, allen voran im Energiesektor. Mit dem UBS Bloomberg Constant Maturity Commodity Index (UBS CMCI) adressiert ein Anbieter dieses Problem, indem zum einen flexibel statt starr und zum anderen auch in länger laufende Kontrakte investiert wird. Von der UBS kommt auch ein entsprechendes Indexzertifikat (DE000UB3ENG8), das allerdings als Excess-Return-Indexzertifikat konstruiert ist. Damit entgehen den Anlegern die Zinseinnahmen, die bei einer Rohstoffanlage über den Terminmarkt üblicherweise anfallen. Werden diese berücksichtigt, ist von einem Total-Return-Index die Rede.

ABN Amro CYD: Auch ABN Amro hat ein Produkt entwickelt, mit dem massive Rollverluste der vergangenen beiden Jahre bei einer Rohstoffinvestition minimiert werden sollen. Das Konzept: Es wird nur eine Investition in Rohstoffe unterstellt, in denen ausschließlich Rollgewinne statt Rollverluste anfallen (NL0000713485). Damit findet eine quantitative Auswahl der Rohstoffe statt.

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