Knapp 50 Prozent der Depotbesitzer wollen in den kommenden zwölf Monaten Geld anlegen
Private Investoren fassen wieder Mut

Private Anleger denken langsam wieder ans Investieren. Fonds nennen sie dabei als ihre beliebteste Wertpapieranlage.

FRANKFURT/M. Dies belegen zwei Umfragen, die dem Handelsblatt vorliegen. Nach der aktuellen Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für den „Investors Confidence Index“ der Fondsgesellschaft JP Morgan Fleming will wieder knapp die Hälfte der privaten Investoren in den kommenden zwölf Monaten Geld anlegen. Im Sommer plante dies nur gut ein Drittel. Zugleich erwarten wieder 40 Prozent der von der GfK in den ersten beiden November-Wochen befragten Investoren, dass der Deutschen Aktienindex (Dax) in den kommenden sechs Monaten zulegt.

Dabei setzen viele Investoren auf Investmentfonds. 88 Prozent der vom bankunabhängigen Finanzportal Onvista befragten rund 2500 Nutzer haben Fonds im Depot, 60 Prozent wollen im nächsten halben Jahr zukaufen. Auch bei der GfK erhalten Fonds den größten Zuspruch: Ein Viertel der Anlagewilligen will laut GfK in den kommenden zwölf Monaten Fonds kaufen.

„Private Anleger haben ihre Blockadehaltung vom Sommer abgelegt“, bestätigt Harald Norbisrath, Leiter Vertrieb Private Kunden der Frankfurter Sparkasse. Erstens zeigten sich Private wieder mutiger, seit der Dax im Oktober die 4000er- Schwelle überschritten habe und auf Jahressicht wieder im Plus liege, sagt er. Zweitens rücke nun stärker in den Blick der Investoren, dass viele Firmen gute Gewinne machten, was im Frühherbst durch schlechte Nachrichten von Karstadt und Opel überlagert gewesen sei.

Gleichwohl regiert weiterhin die Vorsicht: Schaut man nicht nur auf aktive Anleger, sondern auf alle Deutschen, will von rund 2000 Befragten laut GfK zwar gut ein Viertel wieder investieren. Im Sommer waren es rund 20 Prozent. Mit gut einem Fünftel bleibt das Sparbuch aber die beliebteste Anlage der Deutschen. Auf Rang zwei folgen Fonds mit allerdings mageren 6,2 Prozent. Anleihen und Zertifikate sind demnach derzeit kaum gefragt; 0,8 beziehungsweise 0,4 Prozent planen solche Produkte zu kaufen. Kleinanleger schauten sich nur sehr vorsichtig wieder nach Anlagechancen um, sagt Gerd Bennewirtz vom bankunabhängigen Finanzberater Fonds Skyline.

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