Kohlekonzerne profitieren von steigender Nachfrage
Kleinere Energiewerte locken mit hoher Rendite

Weltweit nimmt die Nachfrage nach Energie immer mehr zu und der Preis von Rohöl hält sich seit neun Monaten konstant um die Marke von 50 Dollar je Barrel.

Bloomberg NEW JERSEY. Investoren, die mit dem Trend gegangen sind, haben die Aktien der großen Ölkonzerne gekauft. Wer auf den weltgrößten Ölkonzern Exxon Mobil gesetzt hat, konnte in den letzten zwölf Monaten eine Rendite von 36 Prozent einfahren, bei BP waren es 21 Prozent.

Anleger, die noch tiefer, bis hin zu den Kohleproduzenten Peabody Energy und Arch Coal, oder zu kleineren, unbekannteren Mitgliedern der Branche und Öltransportunternehmen schürften, schnitten sogar noch wesentlich besser ab. Aktionäre von Peabody konnten ihr Investment in dem Zeitraum mehr als verdoppeln. Seit dem Börsengang vor vier Jahren hat sich der Aktienkurs des Unternehmens aus St. Louis verdreifacht. Arch Coal brachten Anlegern in den vergangenen zwölf Monaten 65 Prozent Ertrag ein. Kohleproduzenten haben davon profitiert, dass die Nachfrage von Kraftwerken und Stahlproduzenten in den USA, China und Indien anzog. Der deutliche Preisanstieg für Erdgas hat die Kohlenachfrage noch verstärkt. Stromkraftwerke haben von Gas auf Kohle umgestellt, da diese etwa halb so viel kostet.

Neben den Kohlekonzernen haben sich auch die Aktien einiger kleinerer Ölkonzerne besser entwickelt als die der Schwergewichte. Titel von Apache aus Houston etwa bescherten den Aktionären 51 Prozent Ertrag. Dazu trug unter anderem bei, dass der Verkaufspreis für Rohöl bei den Texanern um 51 Prozent und der für Erdgas um elf Prozent stieg. Apache hat bei Royal Dutch/Shell, BP und Exxon Mobil Ölfelder gekauft und den Gewinn im ersten Quartal um 62 Prozent auf 561 Mill. Dollar gesteigert.

Glaubt man den Vermögensverwaltern von Black Rock, ist es trotz der hohen Kursgewinne noch nicht zu spät, um auf Energieaktien zu setzen. Im vergangenen Monat teilte Black Rock der US-Börsenaufsicht mit, insgesamt 870 Mill. Dollar in Aktien des Sektors gesteckt zu haben. Black Rock hält auch 4,7 Prozent am Öl- und Gaskonzern Newfield Exploration. Bei Newfield betrug die Rendite in den vergangenen zwölf Monaten 49 Prozent. Bislang sieht für Black Rock und alle Investoren, die nach einer sauberen Rendite aus den Tiefen der Erde suchen, alles gut aus: Die Kurse von Peabody und Arch erreichten am Freitag den höchsten Stand seit 52 Wochen.

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