Kollektive Fonds
Weisheit der Vielen statt Dummheit des Einzelnen

Wer sich bei der Geldanlage auf einzelne Börsengurus verlässt, läuft Gefahr, auf das falsche Pferd zu setzen. Eine Alternative bieten Fonds und Internetplattformen, die das Wissen vieler Tippgeber bündeln.
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DüsseldorfWarren Buffett, George Soros und John Paulson, das sind echte Börsengurus. Ihr besonderes Gespür für Trends hat sie reich gemacht. Doch von ihnen gibt es nur wenige – selbst ernannte Experten dagegen umso mehr. Viele von ihnen erzielen zwar eine Zeit lang hohe Renditen, doch dann bricht die Performance ganz schnell wieder ein. Und selbst die Gurus sind nicht unfehlbar. Das bewies jüngst etwa John Paulson, der einst das Platzen der US-Immobilienblase voraussah, nun aber mit seiner Wette auf steigende Goldpreise hohe Verluste einfuhr. Wem also soll der Privatanleger vertrauen?

Wer keine eigene Strategie hat und sich nicht an den Finanzmärkten auskennt, der kann schnell Opfer von Hochstaplern werden. Und die Fortgeschritten? Deren größte Feinde sind häufig die eigenen Ängste und die Gier. Hilfe für jene, die weder sich selbst noch einem einzelnen Berater vertrauen, versprechen spezielle Trading-Plattformen im Internet. Denn dort gibt es nicht nur Portale, in denen sich einzelne Strategen profilieren, sondern auch solche, die auf das Wissen der Masse setzen.

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Handelsblatt-Finanzkorrespondentin Katharina Schneider.
Katharina Schneider
Handelsblatt / Finanzkorrespondentin

Kommentare zu " Kollektive Fonds: Weisheit der Vielen statt Dummheit des Einzelnen"

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  • klasse Sache - Schwarmintelligenz ist imho das Beste. Gemeinsam das erreichen, wofür die alleinige Fachkompetenz fehlt. Außerdem filtern wir so Emotionen und Trends weg, die uns zu Anlagefehlern verleiten.

  • Schöne Idee! Wir haben in der Firma ein ähnliches System. Meine Meinung: Das Thema kollektive Intelligenz wird sich nicht mit Hilfe rationaler Argumentation durchsetzen, sondern weil diejenigen, die das schon immer so gemacht haben, in Rente gehen.

  • Man muss es ja weder mögen noch selber machen, aber die konstante zweistellige Outperformance von z.B. Intelligent Recommendations zu allen wichtigen Vergleichsindizes spricht eine deutliche Sprache. Offensichtlich überschätzt sich der einzelne Mensch in seiner Urteilskraft auf eine Art, die bei Anlagen im höchsten Grad kontraproduktiv ist.

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