Konkurrenzdruck
Banken erhöhen Zinssätze

Kurzfristig angelegtes Geld bringt wieder mehr ein. Seit der letzten Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Dezember haben Banken und Sparkassen die Tages- und Festgeldsätze teils deutlich angehoben. Für die höheren Zinsen gibt es aber noch einen weiteren Grund.

rez FRANKFURT. Die starke Konkurrenz unter den Anbietern hebe das Zinsniveau, sagt Sigrid Herbst vom Finanzdienstleister FMH Finanzberatung. An dem Wettbewerb um die Kunden beteiligen sich nicht nur kleinere Bankinstitute. Auch der Marktführer beim Tagesgeld, ING Diba, hat Anfang Februar seinen Zins leicht auf drei Prozent erhöht. Ebenfalls müssten „die etablierten Institute für Privatkunden wie Sparkassen und Volksbanken etwas bieten, um ihre Kunden zu halten“, meint Herbst. In den letzten Wochen haben die meisten der von FMH beobachteten Anbieter die Tagesgeldzinsen um durchschnittlich 0,4 Prozentpunkte angehoben. Der Satz für Jahres-Festgeld stieg um knapp 0,3 Prozentpunkte.

Für Tagesgeld erhalten Anleger im Mittel 2,7 Prozent Zinsen, für Zwölf-Monats-Festgeld 3,4 Prozent. Mit Blick auf mögliche weitere Zinserhöhungen der EZB rät Thomas Bieler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Anlegern, ihr kurzfristiges Kapital zu staffeln und aktuell einen größeren Teil als Tagesgeld zu parken.

Die attraktivsten Tagesgeldzinsen zahlt derzeit die Direktbank Cortal Consors mit 4,5 Prozent . Allerdings gibt es den Zins – wie die meisten Spitzenangebote – nur für Neukunden und zudem zeitlich und vom Betrag her befristet. Cortal Consors garantiert den Satz bis zu einer Anlagesumme von 20 000 Euro für sechs Monate. Bei anderen Top-Offerten müssen Anleger gegebenenfalls einen begrenzten Einlagenschutz berücksichtigen (siehe Tabellen).

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