Konservative Anlage mit Aktien

„Liebling, ich habe den Aufschwung verpasst!“

Deutsche Aktien liegen gut 14 Prozent über dem Vorjahreswert. Jüngste Kursrückschläge schrecken Neueinsteiger ab. Es gibt aber Strategien für den behutsamen Einstieg – damit man nicht den nächsten Aufschwung versäumt.
11 Kommentare
Es ist unmöglich, den perfekten Zeitpunkt für den Aktieneinstieg zu finden: Wer sich auf eine Strategie verständigt, kann Verlustängste abbauen.
Zwiegespräch

Es ist unmöglich, den perfekten Zeitpunkt für den Aktieneinstieg zu finden: Wer sich auf eine Strategie verständigt, kann Verlustängste abbauen.

BerlinDie Deutschen und die Aktien – das ist eine schwierige Geschichte. Auch wenn etliche Experten angesichts der niedrigen Zinsen zu mehr Aktienkäufen raten, halten sich die Bundesbürger eher zurück: Gerade einmal sechs Prozent ihres Vermögens haben sie derzeit in Anteilsscheinen investiert. Was viele Anleger umtreibt, ist dabei vor allem die Angst vor dem nächsten Crash.

Fallen die Kurse, wie es regelmäßig vorkommt, bereitet das vielen Verbrauchern Sorgen. Zwar wollen die Deutschen einerseits durchaus Geld in Aktien investieren, um eine höhere Rendite zu erzielen. Andererseits wollen sie aber trotzdem nachts noch ruhig schlafen können – und nicht ständig die Kurse im Blick haben müssen.

Dabei gibt es zwei Strategien, die helfen können, das Risiko in den Griff zu bekommen: ein „gestaffelter Einstieg“ und das sogenannte „Rebalancing“. Kombiniert man diese beiden Ansätze miteinander, kann das helfen, die Anlage in Aktien kalkulierbarer zu machen. Wichtig ist allerdings: Es geht dabei nicht um die kurzfristige Geldanlage.

Welche Aktien Warren Buffett hasst – und welche er liebt

AXALTA COATING SYSTEMS LTD. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
BMG0750C1082
Börse
L&S

+1,94 +6,48%
+25,40€
Chart von AXALTA COATING SYSTEMS LTD. REGISTERED SHARES DL 1
Axalta Coating Systems
1 von 42

Neu im Depot

Zum ersten Mal führt Warren Buffett in seinem Depot Anteile an Axalta Coating, einem Beschichtungsspezialisten. Insgesamt 20 Millionen Aktien der Firma mit Sitz in Philadelphia hat er zwischen April und Juni erworben.

Buffetts Anteile: 20 Millionen Stück
Veränderung im zweiten Quartal 2015: 100 Prozent

Quelle aller Angaben: 13-F-Pflichtveröffentlichungen bei der US-Börsenaufsicht SEC

NATIONAL OILWELL VARCO INC. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US6370711011
Börse
L&S

+0,12 +0,39%
+30,81€
Chart von NATIONAL OILWELL VARCO INC. REGISTERED SHARES DL -,01
National Oilwell Varco
2 von 42

Aus dem Portfolio geflogen

Im Laufe des zweiten Quartals 2015 baute Warren Buffett die Position komplett ab. Die Aktie des texanischen Ölkunternehmens hat seit Jahresbeginn mehr als ein Drittel an Wert verloren.

Buffetts Anteile: 0
Veränderung im zweiten Quartal 2015: -100 Prozent

PHILLIPS 66 REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US7185461040
Börse
L&S

+1,53 +1,83%
+85,66€
Chart von PHILLIPS 66 REGISTERED SHARES DL -,01
Phillips 66
3 von 42

Auch von diesem Öl- und Gaskonzern hat sich Warren Buffett im zweiten Quartal komplett getrennt. Im ersten Quartal hatte er noch 7,5 Millionen Aktien des Unternehmens besessen.

Buffetts Anteile: 0
Veränderung im zweiten Quartal 2015: minus 100 Prozent

Erst nach dem Stichtag für diese Übersicht stieg Buffett wieder groß bei Phillips 66 ein.

Charter Communications

WKN
ISIN
Börse

Chart von Charter Communications
Charter Communications
4 von 42

Aufsteiger

Im ersten Quartal des Jahres hatte Warren Buffett seinen Anteil an dem US-amerikanischen Kabelkonzern abgebaut. Doch im zweiten Quartal entschied er sich anders und stockte seine Beteiligung deutlich auf. Charter Communications ist der viertgrößte Kabelbetreiber in den USA. Der Aktienkurs des Konzerns hat in den vergangenen zwölf Monaten um 58 Prozent zugelegt.

Buffetts Anteile: 8.500.000
Veränderung im zweiten Quartal 2015: Die Beteiligung wurde um 42 Prozent aufgestockt und ist etwa 1,5 Milliarden Dollar wert.

VIACOM INC. REG. SHARES CLASS B DL -,001

WKN
ISIN
US92553P2011
Börse
L&S

+2,56 +10,10%
+27,57€
Chart von VIACOM INC. REG. SHARES CLASS B DL -,001
Viacom
5 von 42

Großer Verlierer

Das Vertrauen Warren Buffetts in den US-Medienkonzern sinkt weiter. Der 84-Jährige stieß mehr als 2,5 Millionen Papiere des Unternehmens zwischen April und Juni 2015 ab. Viacom ist ein amerikanischer TV-Konzern, der unter anderem an Kabelgesellschaften wie MTV, aber auch an Filmproduktionsgesellschaften wie Paramount und Dreamworks beteiligt ist.

Buffetts Anteile: 5,65 Millionen Stück
Veränderung im zweiten Quartal 2015: Anteil um 32 Prozent verringert

AMERICAN EXPRESS CO. REGISTERED SHARES DL -,20

WKN
ISIN
US0258161092
Börse
L&S

-1,69 -2,06%
+79,88€
Chart von AMERICAN EXPRESS CO. REGISTERED SHARES DL -,20
American Express
6 von 42

Die vier wichtigsten Titel (1/4)

Fast 60 Prozent des Aktienwerts in Warren Buffetts Portfolio geht auf vier Einzeltitel zurück. Dazu zählt der Kreditkartenanbieter American Express.

Buffetts Anteile: mehr als 151 Millionen Stück
Veränderung im zweiten Quartal 2015: unverändert

COCA-COLA CO., THE REGISTERED SHARES DL -,25

WKN
ISIN
US1912161007
Börse
L&S

-0,05 -0,14%
+38,27€
Chart von COCA-COLA CO., THE REGISTERED SHARES DL -,25
Coca Cola
7 von 42

Die vier wichtigsten Titel (2/4)

Der bekennende Limonaden-Trinker Buffett hält auch im zweiten Quartal 2015 an seinen Coca-Cola-Aktien fest. Der Investor hat insgesamt 400 Millionen Papiere in seinem Portfolio, damit gehören ihm fast zehn Prozent der gesamten Anteile an dem Konzern.

Buffetts Anteile: 400 Millionen
Veränderung im ersten Quartal 2015: unverändert

Wer es rein auf den schnellen Gewinn abgesehen hat, wird auch mit dieser Taktik nicht zwangsläufig Erfolg haben. Experten raten bei der Aktienanlage stets einen längerfristigen Horizont von 20 Jahren oder mehr im Blick zu haben. Denn: Je kurzfristiger man in Aktien investiert, desto riskanter ist die Anlage.

Wer sich das Schaubild des deutschen Leitindex Dax oder des schon sehr viel länger existierenden Dow Jones anschaut, stellt schnell fest, dass sich der Aktienmarkt über mehrere Jahrzehnte hinweg stets nach oben bewegt hat. Ebenfalls deutlich zu erkennen sind aber auch immer wieder starke Einbrüche – mal um 30 Prozent, 50 Prozent, auch einen Kursrutsch um 70 Prozent hat es bereits gegeben. Solche Krisen wird es auch in Zukunft geben, davon sind Experten überzeugt.

Für Anleger ist solch ein Crash natürlich erst einmal ein Schock. Dabei hilft es jedoch, sich klarzumachen, dass es in der Vergangenheit im Anschluss an solche Crashs auch immer wieder Aufwärtstrends gegeben hat, die zu neuen Höchstständen geführt haben. Wer sich zudem klar macht, dass es immer Crashs geben wird, der wird nicht überrascht und gerät nicht in Panik. Der Anleger empfindet es dann als natürlich, dass es auf und ab geht und er diesen Prozess aktiv steuert, indem er gestaffelt einsteigt und Rebalancing betreibt.

Wie Anleger gestaffelt investieren
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Konservative Anlage mit Aktien - „Liebling, ich habe den Aufschwung verpasst!“

11 Kommentare zu "Konservative Anlage mit Aktien: „Liebling, ich habe den Aufschwung verpasst!“"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Du meinst pleitiers - dann könntest du nicht im Kaffeehaus sitzten - und du kennst dich aus mit Computern. Also ich glaube, dass du dich doch mit Algoprogrammen auskennst. Ich muss aber jetzt noch einkaufen. Morgen schaue ich vielleicht noch mal hier vorbei.

  • Niemals, als Pleitie hasse ich Arbeitsplätze und halte es mit den Kaffeehäusern.

  • Sitzt du mit dem in einem Büro, dass du das weißt?

  • Der Binmal Weg und Andere.

  • Wenn du dich nicht auskennst und das beim Herrn Schneider geheim ist, vielleicht kann mir ja `Seimal Wiederda´ weiterhelfen - mal schaun, ob der heute nochmal auftaucht. Jedenfalls das mit dem Algoprogrammen ist schon interessant. Und wer ist Herr Schneider. Willst du mich veräppeln?

  • Das ist geheim und nur der Herr Schneider kennt sich da aus.

  • Kennst du dich auch damit aus? Aber der c64 ist doch schon uuralt - aber wenn der schnell genug ist - ein bischen Assembler hab ich gelernt in der Schule - aber kein Leistungskurs - hat mich nicht soo interessiert. Welches Programm muss man denn da haben?

  • Hab noch einen c64, sollte schnell genug sein auf Maschinensprache-Ebene.

  • Hallo `Seimal Wiederda´,

    das mit dem Hochfrequenzrechner und dem vollautomatisch arbeiten lassen, das interessiert mich. Kannst du mich darin beraten?

  • Wenn die jungen Leute nch finanzielle Möglichkeiten haben...dann einen Hochfrequenzrechner kaufen...ein gutes Algoprogramm....die Maschinen dann vollautomatisch arbeiten lassen...die freie Zeit nutzen ...was eben junge Leute so machen...Kindergeld ist auch interessant

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%