Kreditzinsen
Bei Dispo- und Ratenkrediten lauern Fallen

Viel ist in den vergangenen Wochen über die sogenannte Kreditklemme gesprochen worden. Ist es wirklich schwerer geworden, sich Geld zu leihen? Und wenn ja, wie wirkt sich das für Privatleute aus? Je nachdem, welche Bank man unter die Lupe nimmt, kann die Antwort ganz unterschiedlich ausfallen.

FRANKFURT. Günstige Konditionen bieten oftmals die Direktbanken oder die genossenschaftlich organisierten PSD-Banken. In dem einen Fall wird an der Beratung gespart, im anderen Fall gelten die Angebote nur in bestimmten Städten.

Überhaupt spielt die jeweilige Region bei den Konditionen eine große Rolle. Tendenziell sind Kredite in Großstädten teurer als auf dem Land. Nach Angaben der Banken liegt das daran, dass es in Städten um die Zahlungsmoral weniger gut bestellt ist. Überdurchschnittlich viele Schuldner können Kredite nicht zurückzahlen. Diese Risiken legen die Banken auf alle Kunden vor Ort um.

Die höchsten Dispozinsen aller von FMH untersuchten Institute verlangen die Berliner Sparkasse und die Frankfurter Sparkasse (jeweils 13,75 Prozent). Unter den überregionalen Banken ist die Postbank besonders teuer. In der Werbung präsentiert sich das Institut kundennah. Ein aktueller Werbeslogan lautet "Unterm Strich, zähl ich". Wirklich? Wer hier mit seinem "Giro plus"-Konto in die Miesen rutscht, zahlt unter dem Strich Zinsen von 13,5 Prozent. Die Postbank erklärt dazu, dass sie die Dispozinsen gerade erst gesenkt habe. Mit dem aktuellen Zinssatz bewege man sich im üblichen Rahmen.

Vorsichtig sollten Kunden sein, wenn man ihnen zusätzlich zum Kredit eine Versicherung verkaufen will. Viele Banken empfehlen ihren Kunden eine Restschuld- und Arbeitslosigkeitsversicherung. Die soll im Todesfall oder bei Arbeitslosigkeit einspringen und die Kreditraten zahlen. Dadurch kann sich ein Kredit erheblich verteuern. Experten der ING-Diba weisen außerdem darauf hin, dass solche Versicherungen häufig weniger Schutz bieten als erwartet. So erfolge die Zahlung bei Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit meist erst nach einer mehrwöchigen Karenzzeit und sei üblicherweise auf die Dauer von nur zwölf bis 18 Monaten begrenzt.

Hier finden Sie eine detaillierte Übersicht:

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Jörg Hackhausen
Jörg Hackhausen
Handelsblatt Online / Reporter
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