Kursentwicklung
Börsenklima wird frostiger

Aktienstrategen stellen sich auf einen harten Winter an der Börse ein. Wegen der Finanzkrise rechnen sie mit kurzfristigen Turbulenzen, gerade im ersten Quartal 2008. Danach könnte es an den Märkten aber wieder aufwärts gehen.

FRANKFURT. Dem Höhenflug der Aktienmärkte in den letzten Tagen zum Trotz rechnen die meisten Experten gerade im ersten Quartal des kommenden Jahres noch einmal mit spürbaren Rückschlägen. „Es wird erst noch einmal schwieriger, bevor es besser wird“ sagt Wolfgang Sawazki, Leiter der Aktienanalyse beim Bankhaus Sal. Oppenheim.

Den Kursanstieg seit Mitte November – der Dax ist in dieser Zeit um rund 500 Punkte bis fast wieder an die 8 000er-Grenze herangerückt – betrachtet das Gros der Börsianer indes als wenig aussagekräftig: „Wir erleben derzeit ein Tauziehen zwischen Optimisten und Pessimisten, und das kann auch noch eine Weile so weitergehen“, sagt Gerhard Schwarz, Leiter der globalen Aktienstrategie bei Unicredit.

Wesentlicher Unsicherheitsfaktor ist dabei zum einen die Finanzmarktkrise, die vermutlich in den ersten drei Monaten des neuen Jahres noch einmal deutlich ihre Spuren hinterlassen wird, wenn Banken und Versicherungen ihre Bilanzen für 2007 vorlegen werden. Das zweite große Fragezeichen ist die wohl noch lange anhaltende Diskussion, wie es an den US-Märkten weitergehen wird. Als Konsequenz daraus sind sich Optimisten und Pessimisten nur in einem einig: Die Kursschwankungen werden gegenüber den Vorjahren deutlich stärker ausfallen und die Risiken für Anleger spürbar steigen.

Gerade die Auswirkungen der Finanzmarktkrise hält Stratege Sawazki noch lange nicht für ausgestanden: 50 Mrd. Dollar an Abschreibungen habe man gerade erst von schätzungsweise den 150 Mrd. Dollar gesehen, die am Ende als Gesamtschaden der Krise anfallen dürften. Hinzu komme, dass die Bewertungen in den Branchen außerhalb des Finanzsektors keineswegs mehr als günstig angesehen werden könnten, um ein Gegengewicht darzustellen.

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