Märzbilanz Depot-Contest
„Der Dax ist kein Selbstläufer mehr“

Der Ausverkauf der Schwellenländer, die Krim-Krise, unterschiedliche Signale von der US-Notenbank: In 2014 war bislang einiges los. Welche Vermögensverwalter das Marktumfeld im März am besten gemeistert haben.
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DüsseldorfDas neue Jahr war kaum wenige Wochen alt, da ging es ab den Märkten schon zur Sache: Der Ausverkauf der Schwellenländer hatte kaum begonnen, da bekam auch der Dax die Verunsicherung der Anleger zu spüren; zwischenzeitlich fiel er bis auf fast 9.100 Punkte. Kaum erholt, belastete der aufkeimende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine den Leitindex.

Die Frage, ob und wann die Anleihekäufe in den USA auslaufen und Zinsen steigen könnten, hielt die Märkte weiterhin in Schach. Einzig die europäische Zinspolitik schien gesetzt. Höhere Raten fürchtete sich angesichts einer rekordniedrigen Inflation kaum einer.

Alles in allem waren die Einflussfaktoren auf die Märkte im ersten Quartal 2014 also vielseitig, gutes Portfoliomanagement eine Herausforderung. Im Monat Monat März gelang es nur vier von 21 Mitstreitern im Depot-Contest der Münchner DAB-Bank, ihre Portfolios in den Kategorien „Sicherheit“, „Ausgewogen“ und „Chance“ überhaupt mehr als ein Prozent steigern.

Im Chancendepot, das zu 100 Prozent aus spekulativen Anlagen besteht, schnitt die Adlatus Vermögensverwaltung kontinuierlich am besten ab. Zuletzt kam sie auf ein Plus von 4,7 Prozent. „Der Dax läuft seitwärts, zwischen 9.000 und 9.800 Punkten. Dies zu erkennen, rechtzeitig Gewinne mitzunehmen, um dann bei 9.000 Punkten wieder einzusteigen – das war die Kunst“, sagt Adlatus-Vorstand Michael Dutz.

Die 50-prozentige Investitionsquote hat der Vermögensverwalter seit Januar hochgefahren. Neben einer spekulativen Anleihe der Deutschen Industriebank IKB, die schon seit Jahren Teil des Depots ist, haben Einzelwerte wie der Windanlagenbauer Nordex oder der Energieversorger RWE zum Erfolg beigetragen.

Deutlich mehr umschichten als Dutz beim Chancendepot musste Friedrich Bensmann, der für die Heemann Vermögensverwaltung das ausgewogene Depot verantwortet. Mit 4,1 Prozent Wertzuwachs im März hat sich das Portfolio deutlich besser entwickelt als die Konkurrenz.

Einen Fonds mit US-Wandelanleihen hat Bensmann abgestoßen, um nach dem Crash wieder in Schwellenländerbonds zu investieren. Ebenso schied ein Renminbi-Fonds aus, nachdem die chinesische Währung stark verloren hatte; ein Hybridanleihefonds nahm den Platz ein. Einzelne geringer kapitalisierte Unternehmen aus Europa trieben die Rendite, darunter der französischen Lebensmittelhersteller Bonduelle und der Automobilzulieferer Montupet. Daneben sind auch Hochzinsanleihen im Depot vertreten.

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  • 2000 und 2007 kam es jedesmal zu deutlichen Kursrückgängen.7 Jahre sind wieder um,die Chancen stehen gut,dass sich die Geschichte wiederholt.Wer schlau ist kauft sich Puts auf die großen Indizes der Welt,Laufzeit jeweils 3 Jahre(ohne k.o.Modus),innerhalb dieser Frist laufen die sicher dick in´s Geld.Ab unter 5000 im DAX kann ja wieder die Gegenrichtung eingeschlagen werden,mit der gleichen Strategie,Calls mir 3 jähriger Laufzeit.

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