Mark Mobius: Das Erfolgsgeheimnis eines Altmeisters

Mark Mobius
Das Erfolgsgeheimnis eines Altmeisters

Er bevorzugt die Börsen der Schwellenländer, denn Mark Mobius ist überzeugt, dass sie wegen ihres starken Wirtschaftswachstums großes Aufwärtspotenzial bieten. In seinem neuen Buch schreibt er über Chancen und Risiken.
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DüsseldorfEr gehört wohl zu den besten Kennern der aufstrebenden Schwellenländer und ihrer Anlagemöglichkeiten. Kein Wunder, denn Mark Mobius verfügt über jahrelange Erfahrung. Vor einem Vierteljahrhundert, im Jahr 1987 betraute Sir John Templeton ihn mit der Verwaltung des ersten Fonds, der in Emerging Markets investierte.

Mehr als 500 Prozent hat der Fonds seit seiner Gründung zugelegt. Natürlich war Mobius nicht in jedem Jahr gleich erfolgreich, auch Profis müssen Rückschläge einstecken. Im vergangenen Jahr beispielsweise verlor der Fonds, der nur in den USA zugelassen ist, leicht. Auf lange Sicht aber überzeugt er.

Und genau so müssen Anleger ihre Investments in Emerging Markets sehen: langfristig und nicht auf Sicht von ein oder zwei Jahren. In seinem neuen Buch „Emerging Markets für Anleger“ erklärt der Vorsitzende der Templeton Emerging Markets Group, warum das auf Anlagen in Schwellenländern noch mehr zutrifft als an Börsen in den entwickelten Industrienationen und warum Emerging Markets ins Depot gehören.

Mobius ist seit 40 Jahren dort unterwegs. In seinem Buch beschreibt er detailliert, wo, warum und wie Anleger sich dort engagieren sollten. Zugegeben, manchmal klingt das ein bisschen wie eine Predigt. Der Fondsmanager ist eben überzeugt von seinem Spezialgebiet. Und seine Botschaft ist ganz klar: „Ich bevorzuge die Schwellenmärkte.“ Mobius ist überzeugt: „Langfristig bieten die Schwellenmärkte wegen ihres starken Wirtschaftswachstums mehr Aufwärtspotenzial.“ Immerhin würden diese Staaten zwei Drittel der globalen Landfläche ausmachen.

Als er begann, sich mit dieser Anlageregion zu beschäftigen, gab es noch nicht einmal eine allgemein anerkannte und brauchbare Definition für solche Märkte. Intuitiv verstand man darunter ein Entwicklungsland oder ein unterentwickeltes Land. Wo genau die Schwelle zu entwickelten Märkten verlief, war nicht feststellbar. Heute ist die Lage klarer. „Schwellenmärkte sind die Finanzmärkte von Volkswirtschaften im Wachstumsstadium ihres Entwicklungszyklus und weisen ein niedriges bis mittleres Pro-Kopf-Einkommen auf“, schreibt Mobius. Diese Länder liegen in aller Regel in Asien (ohne Japan), dem Nahen Osten, Osteuropa, Zentral- und Südamerika und auch in Afrika. Insgesamt sind es etwa 170 Länder.

Kommentare zu " Mark Mobius: Das Erfolgsgeheimnis eines Altmeisters"

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  • Microfsoft ist nun mal auch eine ganz andere Welt.
    Die Voraussetzung für einen Erfolg bei Microsoft muss eben eine neue Technologie bzw. eine neue Innovation sein, die man in der Zukunft beherrschen muss.
    Allerdings ist die neue Technologienentwicklung mit der Unsicherheit verbunden, denn man muss viel in Forschung und Entwicklung investieren. Trotzdem gibt es keine Garantie dafür, dass es erfolgreich wird (Bsp.: Windows 2000 und Windows 8).

    Nestle dagegen ist ein "sicherer" Faktor, denn Nestle produziert immer die selben Produkte, die schon seit 20 Jahren existieren.

    Ich kenne kein Beispiel, was ich an Nestle so gut finde oder mag, aber Coca Cola trinke ich gerne und Coca Cola muss kein völlig neues Konzept oder Produkt rausbringen.

    Ob Coca Cola Fehler begeht oder nicht, merken Kunden davon gar nichts, aber konsumieren weiter Cola.



  • "Mehr als 500 Prozent hat der Fonds seit seiner Gründung zugelegt."

    Das hat der S&P 500 seit 1987 auch (lt. Stockcharts.com). Nur kostet ein ETF auf den S&P 500 keine 5,54 % Ausgabeaufschlag und 2,51 % TER pro Jahr. Das "Geheimnis" von Herrn Mobius ist, dass er medienaffin/eitel und im TV wiedererkennbar ist. Er schreibt auch ganz manierlich. Sein track record aber ist nicht berauschend. ETFs auf den SET oder den PSEI hätten sogar noch mehr gebracht als der S&P. Wahrscheinlich geht der Fehlbetrag für Mobius Dienst-Jet drauf, mit dem er seine adretten jungen Assistenten zu beeindrucken sucht.

  • Der Templeton Fond war meine erste Bekanntschaft mit Aktien. Damals noch unter Templeton. Im Schnitt brachte er um die 15% jährlich. Später habe ich dann noch zusätzlich in den Schwellenländern investiert. Zuerst aus Neugierde. Heute bin mit ca. 90% meiner Aktien investiert. Wähle ich eine Aktie aus, dann ist die erste Kennzahl, das Wachstum des jeweiligen Landes.

    Zitat….Seine Empfehlung, sich nach dem Management zu erkunden – am besten bei Mitarbeitern oder Menschen in deren Umgebung – ist wohl eher schwierig….

    So schwierig ist das nicht. Die Namen und ihre Tätigkeiten sind heutzutage problemlos im Internet zu finden. Früher war das komplizierter. Vergleicht man den Langfristchart, kann man sehr gut auf die Fähigkeit eines Managements schließen.

    Beispiel: Microsoft und Nestle. Beim MS-Langfristchart zeigt sich, das der gute Billy zwar eine glänzende Idee hatte, die er auch zu nutzen wusste, aber das war es dann auch schon. Nestle ist da schon besser bedient.

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