Mark Mobius: Unterschätzen Sie die jungen Märkte nicht!

Mark Mobius
Unterschätzen Sie die jungen Märkte nicht!

Er gilt als Pionier, wenn es darum geht, in den aufstrebenden Schwellenländern anzulegen. Welche Trends Fondsmanager Mark Mobius jetzt sieht und wie Anleger darauf setzen können.

Mit zunehmendem Alter verändern sich oftmals unsere Bedürfnisse und Gewohnheiten. Das Gleiche trifft auf Volkswirtschaften zu, die mit ihrer Bevölkerung wachsen oder schrumpfen und sich verändern. Kurzfristige Statistiken, die sich auf die Wachstumsrate der Volkswirtschaft eines Landes auswirken, wie zum Beispiel Konsumausgaben, Exporte und Ähnliches sind wichtig, doch auch die langfristigen demographischen Veränderungen beeinflussen die künftige Konjunkturlage maßgeblich. Als langfristiger Investor muss ich mir nicht nur die heutigen Anlagechancen ansehen, sondern auch für die Entwicklungen von morgen planen.

In vielen Teilen der Welt nimmt die Anzahl der Rentner und Pensionäre zu, weil die Lebenserwartung gestiegen ist und die erwerbstätige Bevölkerung schrumpft. In den Vereinigten Staaten von Amerika und in Europa treten die Legionen der Babyboomer, die nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden, das Rentenalter an. In den USA macht diese Generation fast ein Drittel aus, und täglich feiern rund 10.000 von ihnen ihren 65. Geburtstag.

Das bedeutet, es dürfte künftig eine schwerere Last auf den Schultern weniger jüngerer Arbeitnehmer ruhen. Ähnlich verhält es sich heute in der Europäischen Union (EU): Auf vier Berufstätige (im Alter zwischen 15 und 64 Jahre) entfällt ein nicht Erwerbstätiger. Das Statistische Amt der Europäischen Union geht davon aus, dass 2060 das Verhältnis auf 2:1 gefallen ist.

Staaten mit älteren Bevölkerungsschichten benötigen in der Regel verstärkt soziale Dienste, inklusive Gesundheitswesen. Auch das Konsumverhalten dürfte sich ändern, was die besonderen Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppe widerspiegelt. Die demografischen Kennzahlen weniger Arbeitnehmer sowie einer alternden Bevölkerung können zu einem Rückgang des wirtschaftlichen Wachstums führen, aber einige Volkswirtschaften werden sich tatsächlich mit der gegenteiligen Dynamik auseinandersetzen. Während sich einige Nationen damit schwer tun, die älteren Bevölkerungskreise zu versorgen, müssen andere mit einer hohen Anzahl junger Arbeitnehmer zurechtkommen. Dies führt potenziell zu interessanten langfristigen weltweiten Wachstumsveränderungen und Wirtschaftsentwicklungen.

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