Max Otte Die Aktientipps des Crashprofessors

Der Kölner Buchautor und Investor ist um Anlageempfehlungen nicht verlegen. In seinem neuen Buch schreibt er, auf welche Unternehmen Anleger schauen sollten. In Japan, in Deutschland, in Südeuropa.
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Max Otte wurde bekannt, als er die Finanzkrise voraussagte. Quelle: dpa/picture alliance

Max Otte wurde bekannt, als er die Finanzkrise voraussagte.

(Foto: dpa/picture alliance)

DüsseldorfEs sind keine leichten Zeiten für Anleger. Für sichere verzinsliche Anlagen - für Tagesgeld oder Sparbuch etwa - gibt es kaum noch Rendite. Anleihen, die mehr abwerfen, Bonds aus Spanien oder Italien, dagegen scheinen nicht mehr sicher. Anleger, die etwas mehr Rendite wollen für ihr Geld, kommen nicht umhin, sich am Aktienmarkt umzuschauen.
Und da kommt Max Otte ins Spiel, der bekannte Wirtschaftsprofessor und Bestsellerautor aus Köln. Bekannt geworden ist er mit seinem Buch "Der Crash kommt"; darin sagte der Ökonom schon frühzeitig die Finanzkrise voraus. Sein aktuelles Werk heißt „Endlich mit Aktien Geld verdienen“.

Ein Thema, das vielleicht noch besser zu ihm passt als Crash-Vorhersagen. Denn Otte ist nicht nur Wissenschaftler, sondern vor allem Aktien-Fan und Investor. In Köln leitet er das Zentrum für Value-Investing. Otte ist großer Bewunderer von Warren Buffett. Den Namen Crashprophet hört er dagegen gar nicht gern. Das sei keine Tätigkeitsbezeichnung, mit der er sich besonders anfreunden könne.

Otte versteht sich vielmehr als Value-Investor und als solcher sucht er nach Aktien, die an der Börse günstiger zu haben sind, als ihrem eigentlichen Wert entspricht. „Suchen, wo andere nicht suchen“, empfiehlt Otte seinen Lesern. Aber wie? Und wo?

Das „Wie“ ist keine Geheimwissenschaft. Auch Privatanleger können interessante Unternehmen finden, ohne über Insiderinformationen zu verfügen. Allerdings müssten dabei eine Reihe von Regeln beachtet werden, schreibt Otte. Eine ganz grundlegende laute: Bleiben Sie in Ihrem Kompetenzbereich. Also fokussieren Sie sich auf Unternehmen, deren Geschäftsmodell Sie verstehen und deshalb einigermaßen verlässlich einschätzen können. Branchen, die Ihnen etwas sagen, deren Produkte Sie aus dem Alltag kennen. Autos etwa, Lebensmittel oder Elektrogeräte.  

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25 Kommentare zu "Max Otte: Die Aktientipps des Crashprofessors"

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  • ch schlage Herrn Otte für den Nobelpreis in Wirtschaftswissenschaften vor. Er hat -ganz unbemerkt- eine neue Denkfigur erschaffen, die ich den Homo Tantalus nennen will. Der mit Qualen belegte Tantalus der griechischen Mythologie entspricht ganz dem Naturell eines Investors nach Otte's Vorstellung. Sein Ansatz ist zunächst ideal für jugendliche Millionäre, die noch Jahrzehnte Zeit haben ihre Kursverluste (etwa einer Telekom oder Coca Cola Aktie) auszusitzen und dabei noch genügend cash zum weiterleben übrig haben. Der Gegenspieler des zu Grabe getragenen Homo Oeconomicus ist der leidensfähige Homo Tantalus - ein Nicht-Millionär- der nach der Königsanalyse sein Geld anlegt. Der Homo Tantalus präsentiert uns eine andere Rationalität als der schnöde Gewinnmaximierer: seine Salden betrachtet er als nicht existent, Jahre und Jahrzehnte rührt er sein Kapital nicht an, egal wie groß seine Leiden sind - als Kranker, Arbeitsloser, Beraubter... oder auch als bloßer Betrachter seines Depots. Diese heroische Figur wird ausharren bis zum Ende und dabei souverän offen lassen, ob es ein süßes oder bitteres wird. Für empirische Querulanten stellt sich nach der Widerlegung der Existenz eines Homo Oeconomicus nun die Frage, ob es einen Investorentyp gibt, der investiert, weil er das Geld gar nicht braucht, der leidensfähig alle Kursschwankungen aushält und sein Leben von seinen Investitionen unberührt läßt. Das nahe liegende Modell einer Stiftung scheidet aus, weil die Stiftung eine Struktur von Fristen für Zahlungen benötigt, die dem Stiftungszweck dienlich und der Investition entzogen sind. Warum fragt eigentlich nie jemand was der gute Prof. Otte mit seinem Geld so hin und wieder treibt - außer es zu investieren?

  • Der Herr Otto hat früher auch immer die ING empfohlen. Ganz toll gelaufen !!

    Jensjensen

  • MAN Group als Nr2:Schwerpunkt,Alternative Investmentprodukte,das klingt wirklich putzig,dabei dabei sind sie die größten Hedgefundzockerpapierhändler;-((

  • Können wir bitte mal aufhören, diesem unerträglichen Dampfplauderer und Selbstdarsteller Otto eine Plattform zu geben ?

    Der Mann will Geld verdienen, sonst nichts. Warum werden diese Gestalten auch noch vom Handelsblatt hofiert ?

    Ich sage nur, Praktiker - saubillig - da spricht der Preis !

    Es ist einfach nur peinlich.

  • Liebe Redaktion,

    die Angabe der Rendite in 10 Jahren für die Zinsprodukte berücksichtigt nicht den Zinseszinseffekt.
    Zusammen mit der Tatsache, dass bei den Aktienindexprodukten keine Dividenden berücksichtigt wurden ist das nicht akzeptabel.

  • zum Thema Quellensteuer:
    Verstösst dies eigentlich nicht gegen geltendes EU-Recht ich dachte das Raubrittertum wurde mit dem Mittelalter abgeschafft?
    Wenn ich Geld zum Klagen übrig hätte ...

  • Wirtschaftswissenschaften
    Lange Zeit gab es keinen Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.Diese kamen erst später hinzu.
    Ein ideales Eldorado für Scharlatane und Blender.
    Man muß nicht der gleichen Meinung wie Prof.Otte sein, aber zumindest ist er unterhaltsam.Ich betrachte es als weitere
    Meinungsäußerung zur Info.

  • „Suchen, wo andere nicht suchen“ ist das Credo von Otte. Kann ein Börsenguru widersprüchlicher in seinen Weisheiten sein? Besser wäre: Dort suchen, wo andere suchen werden! Denn: Wenn andere das nicht kaufen wollen, was ich gerade besitze, kann der Preis der betreffenden Ware - egal um welche es sich handelt - niemals steigen!

  • Komisch. Ist der Mann blind? Silber: 300 Prozent. Gold: 500 Prozent. Und da will uns jemand Aktien aufschwatzen? Richtig ist zwar: Man KANN auch mit Aktien Geld verdienen, und das nicht schlecht. Das große ABER jedoch lautet: Man muss sich richtig reinknien in das Thema. Die Unternehmen studieren. Sie bewerten lernen. Und und und. Wer hat dafür Zeit? Gold und Silber hingegen können nie pleite gehen. Sie werden zwar vielleicht eine Weile manipuliert (wie schon seit Jahren), aber dafür wird der Tag der Abrechnung umso goldiger sein.
    »Schuster bleib bei Deinen Leisten«: In der heutigen Zeit kann das nur heien: Edelmetalle. Alles andere ist ein Spiel.

  • wenn immer mehr Profis davon reden mehr Aktien zu kaufen, klingeln bei mir die Ohren im 3/4 takt. kein Wort fällt, dass ein Chrash mit 25% erwartet wird. da sollen wie immer vorher die kleinen reingejagt werden, damit die Großen vorher rausgehen? hat noch keiner gemerkt, dass Aktien sogar bis auf den Nennwert fallen können?

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