Mergers & Acquisitions
Die Übernahmejagd ist eröffnet

Die Firmenjäger sind wieder auf der Pirsch. Sie suchen nach leichter Beute. Investmentbanker erwarten in den nächsten Wochen eine Welle von Übernahmen und Fusionen. Auch die Börse schaut genau darauf, ob sich neue Deals abzeichnen; und wenn ja, welche. Wer früh dabei ist, kann mitverdienen. Wie Sie die Zeichen richtig deuten.
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FRANKFURT. Milliardenschwere Übernahmen waren in der Finanzkrise selten. Die Unternehmen schueten das Risiko, hielten ihr Geld zusammen. Doch das könnte sich bald ändern. "Wir erwarten, dass sich in diesem Jahr einige Mergers & Acquisitions anbahnen werden", sagt Alexander Roos, Deutschland-Geschäftsführer der Boston Consulting Group.

Ein Testfall ist die geplante Übernahme des Süßwarenunternehmen Cadbury durch den US-Lebensmittelkonzern Kraft. Sollte dieser Versuch glücken, könnten andere nachziehen. Investmentbanker rechnen mit einer Welle von Übernahmen und Fusionen.

Inzwischen haben viele Unternehmen ihre Barmittelbestände aufgestockt. Das Verhältnis von liquiden Mitteln zu den Aktienkursen wird 2010 auf den höchsten Stand seit mindestens zwei Jahrzehnten steigen, zeigen Daten von Bloomberg und Credit Suisse. Das liegt vor allem daran, dass die Unternehmen auf den Aktien- und Anleihemärkten wieder frisches Kapital bekommen; das in der Finanzkrise verloren gegangene Vertrauen ist wieder da. Anleihe- oder Aktienemissionen sind oftmals vielfach überzeichnet.

Auch Börsianer schauen genau darauf, ob sich neue Deals abzeichnen; und wenn ja, welche. Sollte die Zahl der Übernahmen und Fusionen anziehen, wäre dies ein deutliches Zeichen, dass der Markt zur Normalität zurückkehrt. Es könnte den Kursen den nächsten Impuls geben und die Sommerrally noch etwas weitertreiben. Und wer früh genug bei den richtigen Deals dabei ist, kann Kasse machen.

Im Zuge einer Übernahme lässt sich ein Aufschlag von zehn, 20 oder 30 Prozent auf den Aktienkurs erzielen. Die Schwierigkeit besteht darin, schon vorher zu ahnen, welche Unternehmen zu Übernahmezielen werden könnten. "Solche Unternehmen sind zwar in allen Branchen anzutreffen, kommen aber in den defensiveren Sektoren des Anlageuniversums besonders häufig vor", sagt Ad van Tiggelen, Aktienstratege von ING Investment Management.

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