Merrill beurteilt asiatische Hersteller optimistischer
Chip-Aktien profitieren von Kaufempfehlung

Das US-Investmenthaus Merrill Lynch hat vier asiatische Hersteller von Speicherchips, darunter auch Marktführer Samsung Electronics, zum Kauf empfohlen. Die Analysten begründen den Schritt mit der unerwartet hohen Nachfrage nach Halbleitern.

Bloomberg SINGAPUR. Merrill rechnet damit, dass der Umsatz mit Speicherchips im laufenden Jahr um acht Prozent anziehen wird und 2006 sogar um 14 Prozent, nachdem zuvor mit einem Rückgang gerechnet worden war.

Die Aktienkurse von Samsung, Hynix Semiconductor, Elpida Memory und Powerchip Semiconductor legten nach der Heraufstufung zum Teil deutlich zu. Samsung stiegen 0,9 Prozent. Für Hynix, den weltweit zweitgrößten Speicherchip-Hersteller, ging es in Seoul 4,6 Prozent aufwärts. Elpida, die Nummer eins in Japan, schnellten in Tokio sogar um 5,7 Prozent hoch. Powerchip aus Taiwan legten 4,5 Prozent zu.

Merrills optimistischere Branchenprognose steht im Kontrast zu denen anderer Brokerhäuser, wie der UBS, die Anfang der Woche Europas größten Chiphersteller, Infineon Technologie, herabgestuft hatte. Sie hatten zur Begründung das Überangebot und fallende Halbleiterpreise angeführt. Der Philadelphia-Semiconductor-Index, der die Kurse von 19 Chipherstellern abbildet, hat seit Jahresbeginn 8,1 Prozent gewonnen.

„Der Markt erholt sich ganz klar von der Talsohle, aber es stellt sich die Frage, ob die Lage so bleiben wird, wie sie zur Zeit ist“, sagte Seiichiro Iwamoto, Vermögensverwalter bei Fuji Investment Management in Tokio.

Andere Halbleiterkonzerne, die ebenfalls Speicherchips (DRAM) herstellen, wurden nach Angaben von Merrill-Analyst Simon Woo nicht heraufgestuft, da sie geringere Gewinnmargen bieten oder sowieso schon zu hoch bewertet sind. Woo geht davon aus, dass sich die Aktienkurse von Infineon, Micron Technology und Nanya Technology schwächer als der Branchendurchschnitt entwickeln werden, da ihre Gewinnmargen schmaler sind.

Auch die Bewertungen der japanischen Toshiba und von San-Disk aus Kalifornien wurden nicht hochgesetzt, da ihre Kurse bereits sehr hoch seien. Beide Unternehmen profitieren von der unerwartet starken Nachfrage nach so genannten NAND-Flash-Speicherchips, auf denen Bilder von Digitalkameras und Lieder von MP3-Playern gespeichert werden können.

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