Mit Derivaten gegen die Subprime-Krise
Investoren suchen Optionen

Optionen sind eines der am rasantesten wachsenden Segmente der internationalen Finanzmärkte. Gerade im Zuge der Subprime-Krise haben immer mehr Anleger die an speziellen Börsen gehandelten Optionen genutzt, um sich gegen die Turbulenzen der Märkte abzusichern – und um davon zu profitieren.

NEW YORK. Die US-Hypothekenkrise hat einen Run auf Optionen ausgelöst. Die Branchenvereinigung Options Industry Council (OIC) teilte mit, im August habe es an den US-Börsen einen Rekordumsatz mit diesen Produkten gegeben. Der bisherige Höchststand vom Juli sei mit 294 Mill. gehandelten Optionen um elf Prozent übertroffen worden, sagten Vertreter der OIC auf einer gemeinsam mit der Futures Industry Association (FIA) in New York veranstalteten Konferenz. Im Vergleich zum August 2006 betrug der Zuwachs 83,4 Prozent.

Optionen sind eines der am rasantesten wachsenden Segmente der internationalen Finanzmärkte. Gerade im Zuge der Subprime-Krise haben immer mehr Anleger die an speziellen Börsen gehandelten Optionen genutzt, um sich auf der einen Seite gegen die Turbulenzen der Märkte abzusichern, oder auf der anderen Seite von den starken Kursbewegungen an den Finanzmärkten zu profitieren. Darüber hinaus wurden Optionen auf Aktien und Aktienindizes von institutionellen Investoren wie Hedge-Fonds und Asset-Managern auch als Ersatz für Aktieninvestments eingesetzt. Denn Aktienoptionen sind oft liquider und billiger als direkte Aktieninvestments.

Aktienoptionen geben ihrem Besitzer das Recht, Aktien oder Aktienindizes zu einem zuvor vereinbarten Preis zu einem bestimmten späteren Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Der Verkäufer von Optionen – als Stillhalter bezeichnet – erhält für die Bereitschaft, den Forderungen des Optionskäufers nachzukommen, eine Prämie. Rechnet sich das Geschäft für den Optionskäufer, bewegt sich die Aktie oder der Aktienindex also in die gewünschte Richtung, wird er die Option entweder während der Laufzeit an der Optionsbörse mit Gewinn verkaufen oder aber die Option bei Fälligkeit ausüben und die Aktien beziehen. Bei negativer Kursentwicklung verfällt die Option wertlos.

Laut OIC entfielen von den 294 Mill. Optionskontrakten im August rund 262 Mill. auf Aktienoptionen; der Rest auf Optionen, denen andere Anlageklassen wie Devisen, Anleihen, Kreditderivate, Volatilität und börsengehandelte Indexfonds (ETF) zugrunde lagen. In den ersten acht Monaten des Jahres stieg das an den US-Börsen in den USA gehandelte Volumen um 37,5 Prozent auf 1,82 Mrd. Optionskontrakte. Diese Zahlen beinhalten nicht die an den Terminbörsen gehandelten Futures-Optionen, bei denen es zuletzt ebenfalls kräftige Umsatzsteigerungen gab.

Die Branchenvereinigung OIC vertritt folgende Börsen: American Stock Exchange, Boston Options Exchange, Chicago Board Options Exchange, International Securities Exchange, Nyse-Arca und Philadelphia Stock Exchange.

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