Mit Pensionszahlungen unterlegte Anleihen des Bundes bieten höhere Renditen als Staatsbonds
Forderungsverkauf lockt Investoren

Der Forderungsverkauf des Bundes von Postpensionen geht diese Woche in die heiße Phase. Bereits im Vorfeld der Platzierungen sprechen Banker von starkem Interesse der Großinvestoren.

rob FRANKFURT/M. Nach dem erfolgreichen Verkauf von Russlandschulden in Milliardenhöhe im vergangenen Jahr will der Bund nun verbriefte Forderungen über sechs Mrd. Euro verkaufen. Er geht dafür ab heute mit den Konsortialführern Morgan Stanley und Deutsche Bank für eine Woche auf Roadshow in Europa.

Die Anleihen werden mit einem Teil der von den Postnachfolgeunternehmen in den nächsten Jahrzehnten vereinbarten Pensionszahlungen unterlegt, die im laufenden Jahr gut 1,5 Mrd. Euro betragen. Berlin entlastet mit der Emission den Bundeshaushalt 2005 um 5,5 Mrd. Euro. Der Restbetrag mindert die Belastung im nächsten Jahr. Vor allem Banken, Versicherer, Pensions- und Geldmarktfonds aus Europa interessieren sich für die Anleihen, die mit einer Laufzeit von fünf, zehn und 15 Jahren angeboten werden. Emittent ist die German Postal Pension Securitisations plc (GPPS).

Die Ratingagenturen Standard & Poor’s (S&P), Moody’s und Fitch bewerten die Anleihe mit der Bestnote „AAA“. Das Volumen der einzelnen Tranchen steht noch nicht fest. Allerdings ziehen in jüngster Zeit lange Laufzeiten gerade Versicherer und Pensionsfonds als Investoren an. Außerdem suchen Anleger nach Möglichkeiten, ihre Portfolios zu diversifizieren. Die Verzinsung der Tranchen dürfte nach Ansicht aus Bankenkreisen zwischen der Rendite von gleichlaufenden Bundesanleihen und etwas höher verzinslichen Jumbo-Pfandbriefen liegen. Bei Bedarf könnte der Bund eine weitere Milliardentransaktion platzieren, betonen Insider.

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