Musterdepot
Warum Dax-Anleger Nerven zeigen

Daniel Hupfer fragt sich, warum die Krim-Krise den Dax härter erwischt als die US-Börsen. Georgios Kokologiannis bereitet sich auf die Zinswende vor. Und Alexander Kovalenko sucht nach dem hässlichen Entlein.
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Gemessen an der Charttechnik befindet sich die Krim-Krise wieder auf dem Rückzug. Insbesondere die amerikanischen Börsen haben die Kursschwäche der letzten Tage hinter sich gelassen. Der S&P ist nur noch weniger als ein Prozent von den Höchstkursen von ca. 1.880 Punkten entfernt.

In einer vergleichbaren Situation ist der Dow Jones. Allerdings fehlen hier noch ca. zwei Proent. Die schnelle Erholung dieser Märkte gibt zum Ausdruck, dass die eingangs erwähnte Krise die dortigen Aktienmärkte nicht im Wesentlichen beeinflussen wird.

Dagegen ist die Verfassung des deutschen Aktienmarktes nicht so eindrucksvoll. Der Dax testete zwar erfolgreich die Marke von 9.000 Punkten und den seit 2012 bestehenden Aufwärtstrend. Aber aus der Spitze hat der Index mehr als 700 Punkte verloren.

Seit diesem Test stiegen der Index um vier Prozent und befindet sich damit in einer entscheidenden Phase. Sollte der Index über 9.350 Punkte steigen, ist es möglich, dass kurzfristig die Höchstkurse bei ca. 9.700 Punkte erreicht werden. Eine erneute Schwäche der Aktien trübt das mittelfristige Bild dagegen deutlich ein.

Im Vergleich zu den anderen europäischen Aktienmärkten war der Dax deutlich volatiler und weist seit Jahresbeginn ein Verlust von mehr als zwei Prozent aus. Der Euro Stoxx notiert nahezu unverändert. Auffällig ist, dass in Krisensituation der Dax mit am stärksten verliert. Ein mögliches Argument für diese Auffälligkeit ist, dass der deutsche Markt mit die höchste Liquidität aufweist bzw. der Dax-Future ein effizientes Instrument für ein Hedging ist.

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